Bürgermeistergespräch mit Hendryk Balko
Veröffentlicht am: 22.10.2026 Aufgenommen am: 13.10.2026
Worum gehts?
Zu Beginn geht es um persönliche Neuigkeiten: Hendryk Balko wird zur erneuten Teilnahme begrüßt und zum Familienzuwachs gratuliert. Er sagt, dass er erneut Vater geworden sei und der Schlaf mal besser, mal schlechter sei.
Ein zentrales Thema ist die hausärztliche Versorgung in Boxberg. Ein neuer Hausarzt hat die Praxis übernommen, außerdem arbeitet dort vorübergehend eine weitere Person in Weiterbildung. Diese wird die Gemeinde nach ein bis anderthalb Jahren wieder verlassen. Die Gemeinde will weiterhin Ärzte nach Boxberg holen und verweist auf geplante moderne Räumlichkeiten im künftigen Gesundheitszentrum.
Daran anschließend wird über das geplante Gesundheitszentrum gesprochen. Das Vorhaben war ursprünglich deutlich größer geplant, musste aber wegen Förderbedingungen und gestiegener Kosten stark verkleinert werden. Übrig bleibt ein Neubau mit rund 1000 Quadratmetern statt der früher geplanten 3000 Quadratmeter. Die Apotheke und die Zahnarztpraxis bleiben zunächst im bestehenden Gebäude, weil ihr Umzug rechtlich und finanziell schwierig wäre.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Physiotherapie, die wegen Schäden am Flachdach aus dem bisherigen Gebäude ausziehen musste. Das Gebäude war bereits länger sanierungsbedürftig, und nach Wasserschäden durch Hitze, Hagel und Starkregen musste der Bereich geschlossen werden. Übergangsweise zieht die Physiotherapie ins Dorfgemeinschaftshaus, bis das neue Gesundheitszentrum fertig ist.
Danach geht es um die Dorf- und Schulentwicklung. Boxberg hat für den Ortskern rund 10 Millionen Euro Städtebauförderung erhalten, verteilt auf mehrere Jahre. Geplant sind unter anderem ein neuer Kita- und Hortstandort, die Sanierung der Aula, Maßnahmen an Feuerwehr und Wohngebäuden sowie die Umnutzung weiterer Flächen. Die Turnhalle ist dabei zunächst nicht finanziert.
Am Ende werden Energie- und Strukturwandelfragen behandelt. Besprochen werden Fernwärme, Batteriespeicher, mögliche Gaskraftwerke, Windkraftflächen und die Rolle des Kraftwerksstandorts Boxberg. Außerdem geht es um das Lausitzer Seenland und den Streit um den Tourismusverband, bei dem Boxberg in einer Klärung über die weitere Mitgliedschaft ist.
Erwähnte Links & Kontakte:
Links
🌐 Gemeinde Boxberg/O.L. https://boxberg-ol.de/
🌐 envia THERM GmbH https://www.envia-therm.de/
🌐 LEAG https://www.leag.de/
🌐 Carbon Valley (InnoCarbEnergy Valley) – Seite der Gemeinde https://boxberg-ol.de/de/wirtschaft/carbonfaserforschung.html
🌐 Sächsische Agentur für Strukturentwicklung (SAS) https://sas-sachsen.de/
🌐 Deutsches Zentrum für Astrophysik (DZA) https://www.deutscheszentrumastrophysik.de/
🌐 Big Battery Oberlausitz – LEAG-Projektseite https://www.leag.de/de/news/details/leag-setzt-aufbau-grosser-batteriespeicher-fort/
🌐 Tourismusverband Lausitzer Seenland e.V. https://www.lausitzerseenland.de/
🌐 Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen https://zweckverband-lss.de/
🌐 Evangelische Hochschule Dresden https://www.ehs-dresden.de/
🌐 Sternencamp Boxberg https://sternencamp.com/
🌐 Restaurant Arche Klitten https://arche-restaurant.de/
🌐 Bundesnetzagentur https://www.bundesnetzagentur.de/
🌐 SIB – Sächsisches Immobilien- und Baumanagement https://www.sib.sachsen.de/
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🎙️ Moderation: Romy Ganer & Mario Damian
🎤 Zu Gast: Hendryk Balko
🎬 Schnitt: Mario Damian
🎛️ Technik: Mario Damian & Stephan Hoffmann
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SPRECHER IN DIESER FOLGE
Romy
Mario
Hendryk Balko
Allgemeine 's menschelt Links
Zu dieser Episode von „'s menschelt“ gibt es ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecherzuordnung.
Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt. Bei den Hauptfolgen werden wir so gut wie möglich versuchen, das Transkript nachzubearbeiten. Es kann aber auch immer sein, dass wir dafür keine Zeit hatten. Der automatisierte Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort.
Transkription der Episode anzeigen
Okay, gut. Mario, hier steht, du machst den Einstieg heute.
Ach, das stimmt ja nur. Mach du.
Ja, Mensch, herzlich willkommen zu einer neuen Folge von 's menschelt.
Heute zum Bürgermeistergespräch mit Hendryk Balko und natürlich auch mit Mario heute.
Hallo.
Hallo.
Ja, vielen Dank für die erneute Einladung.
Gerne doch. Ist ja schon eine Weile her. Letztes Jahr im August haben wir uns
in größerer Runde zusammengefunden und uns fest vorgenommen,
uns alle halbe Jahre zu treffen, weil es so viel zu besprechen gibt.
Das hat gut geklappt.
Das hat sehr gut geklappt, genau. Ja, und dann haben wir festgestellt,
dass es doch eine ganze Menge aufzuholen gibt an Informationen beziehungsweise,
überhaupt mal Informationen in die Welt zu bringen gibt, die möglicherweise
noch nicht alle Leute mitbekommen haben im Laufe der Zeit.
Es sind ja viele Dinge passiert im letzten Jahr.
Und ja, hier auf meinem Zettel steht Glückwunsch, Mario. Also,
was ist da das mit dem Glückwunsch auf sich?
Das war Vater hier worden.
Ach, da!
Und wie schläft du es denn jetzt eigentlich als Bürgermeister.
Wenn man Vater ist?
Kommst du zum Schlafen, oder?
Mal mehr, mal weniger. Also,
jede Nacht ist anders. Ja.
Okay, ja, dann steigen wir direkt ins Thema ein. Oder wollen wir nochmal richtig
herzlichen Glückwunsch sagen?
Herzlichen Glückwunsch, ja.
Herzlichen Glückwunsch.
Vielen Dank, vielen Dank.
Stand dann auch schon in der Zeitung, am Anfang wusste man das ja schon,
aber irgendwann stand auch in der Zeitung mal drin, da hattest du ja auch gesagt,
dass du Vater gewonnen hast, genau.
Das stand in der Zeitung?
Ja.
Ja, das war mal so.
Er hat es mal in einem Nebensatz, hat er es mal erwähnt, ich bin ja jetzt Vater, hat er gesagt.
Ja, ich war vorher auch schon Vater.
Ja, genau.
Jetzt hatte ich erneut nochmal das Glück.
Okay, na dann steigen wir ein ins erste Thema, das wahrscheinlich die meisten
am brennendsten interessieren.
Weil wir letztes Mal am brennendsten rausgegangen sind, genau.
Mit dem wir am brennendsten rausgegangen sind, Ärztehaus.
Nee, Hausarzt, oder?
Naja, Hausarzt, Ärztehaus, das gehört für mich so ein Stück weit zusammen.
Also wir haben ja dankenswerterweise tatsächlich einen neuen Hausarzt jetzt bekommen.
Und da sind wir sehr glücklich drüber, dass es die Möglichkeit weiter in Boxberg
gibt. Allerdings, also er ist ja zu zweit eigentlich da, aber die zweite Person
wird ja möglicherweise nicht lange bleiben.
Wie läuft es dann da weiter und was hat es mit diesen 50.000 Euro zu tun,
die man bekommt, wenn man als Arzt hier antritt?
Genau, also wir haben das Glück, dass wir jetzt erstmal die hausärztliche Versorgung
gesichert haben in der Gemeinde Boxberg.
Und wir einen Nachfolger für die Frau Schünemann und Frau Pieska gefunden haben.
Und ja, der Herr Bulitsch ist jetzt schon eine ganze Weile bei uns da,
hat sicherlich auch viel zu tun.
Und es war eine zweite Person noch dazugekommen, die allerdings in der Weiterbildung ist.
Und deswegen nur für ein oder anderthalb Jahre hier ihre Ausbildungszeit in Boxberg verbringt.
Und so gibt es halt die Ordnung dort vor. Dann muss er halt natürlich noch andere,
Arztpraxen oder Fachrichtungen sich anschauen. Ich glaube, Chirurgie und Kinderarztpraxen gehören dazu.
Also ja, an der Stelle wird sie dort weiterziehen müssen.
Das heißt, dann haben wir einen Hausarzt, der erstmal zwei Hausärzte sozusagen ersetzt.
Genau, also so ist es leider. Nichtsdestotrotz, und das ist ja das Thema,
worauf er anspielt, sind wir natürlich weiterhin offen für jegliche Ärzte,
die nach Boxberg kommen möchten und werden das natürlich komplett unterstützen.
Problematik ist natürlich dann an der Stelle, Herr Bulitsch sucht natürlich
auch weiter an Kolleginnen und Kollegen, mit denen er da zusammenarbeiten würde.
Da brauchen wir auch natürlich seine Unterstützung, weil er hat jetzt die Arztpraxis
vom privaten Eigentümer gemietet.
Es ist dann natürlich das Problem, dass wir als Gemeinde so viele passende Mieträume nicht haben.
Und deswegen natürlich ist es besonders wichtig, dass wir dann bald das Gesundheitszentrum
anfangen können zu bauen, um dann wirklich auch die Räumlichkeiten zu haben,
wo wir sagen können, lieber Arzt, liebe Ärztin, komm nach Boxberg.
Wir bieten dir alle Vorteile, die es braucht, moderne Arbeitsräume,
ein tolles Umfeld und natürlich auch einen Mietpreis, der erschwinglich ist.
Auch die Stipendien, aber die sind ja jetzt erstmal...
Das Thema des Stipendiums ist weiterhin offen. Wir haben allerdings,
und das muss man eigentlich dazu sagen, trotz der vielen Werbung keine einzige
Anfrage in der Richtung gehabt.
Das ist interessant. Okay, dann weiter der Aufruf.
Ihr Ärztinnen und Ärzte da draußen, die ihr Lust habt, auf dem Land zu leben,
kommt einfach vorbei. Ist geil hier.
Gleich bei Herrn Bulic vorstellen.
Genau, gleich bei Herrn Bulic vorstellen.
Genau, ich denke, er ist für jegliche Zusammenarbeit dort offen und sucht aber
auch selber aktiv nach Kollegen.
Wie sieht es denn aus mit einer Gemeindeschwester, die ja theoretisch auch seine
Arbeit unterstützen könnte?
Wir hatten das ja bei unserem Theaterprojekt angesprochen. Das war ein Thema,
was da dringend irgendwie auf einer Liste stand, dass wir eigentlich für diese
Großgemeinde ja ein oder zwei Gemeindeschwestern haben könnten.
Und du hattest schon gesagt, wie das Ganze läuft. Könntest du das nochmal für
die Allgemeinheit hier kurz erklären?
Ja, also grundsätzlich wäre es natürlich gerade, wo der Bedarf an Hausärzten
sehr hoch ist, dass natürlich so eine...
Gemeindeschwester, wie sie da allgemein bekannt ist, einem Hausarzt viel abnehmen
kann, auch Wege für den Patienten abnehmen kann und natürlich in die einzelnen Häuser fahren kann.
Die Problematik ist natürlich hier, dass es dort verschiedene Ausbildungskarte
gibt. Es gibt die VERA, es gibt die NEPA, sind also die Fachbegriffe.
Und wir sind da als Gemeinde Boxberg schon einige Jahre mit der Evangelischen
Hochschule in Dresden, wo man dort diesen Masterstudiengang machen kann.
Im Austausch haben dort auch verschiedene Fördermöglichkeiten abgeklopft und
wir hatten zum damaligen Zeitpunkt auch gesagt, wir sind als Gemeinde Boxberg bereit für diesen,
Start, wo die Person anfängt, für drei oder vier Jahre die Eigenmittel zu übernehmen.
Die Eigenmittel hätten sich damals um die 70.000 Euro gedreht, also eine enorme Summe.
Daran sieht man oder kennt man aber auch, und das ist eigentlich das Hauptproblem,
warum sich das bisher noch nie durchgesetzt
hat, das sind die Abrechnungsmöglichkeiten bei den Krankenkassen.
Und dass es dafür überhaupt Fördermöglichkeiten bedarf, dass dort so eine gemeine
Eigenmittel in Größenordnung dazuschießen muss, ist natürlich ein Riesenthema.
Und am Ende des Tages muss natürlich auch ein Hausarzt sagen,
ich stelle im besten Fall so eine Gemeindeschwester an, die mit mir zusammenarbeitet,
denn nur so kann es ja funktionieren, dass die Rezepte ausgestellt werden, dass auf,
den jeweiligen Behandlungsplan auch die Dinge umgesetzt werden,
die sich natürlich auch weiter ein Hausarzt angucken muss oder anschauen muss in Abstimmung.
Aber die Gemeindeschwester kann natürlich dann einzelne Punkte damit umsetzen.
Also ja, es braucht natürlich neben dem Hausarzt, wo da auch ein MVZ gehen,
also jetzt zum Beispiel das Kreis Krankenhaus Weißwasser, Hoyerswerda oder andere.
Wir sind dort schon länger im Austausch mit dem Landkreis Görlitz.
Haben dort eigentlich die Zusage bekommen, dass man uns dort unterstützen möchte.
Das Versprechen ist schon etwas älter.
Ich bin gespannt, vielleicht klappt es ja nächstes Jahr. Man hat sich ja doch
im Kreiskrankenhaus in Weißwasser doch in den letzten Monaten und Jahren,
ich sage jetzt mal auch die Stationen haben sich geändert, die Betten wurden anders belegt.
Da hat sich ja doch einiges reformiert und geändert, gerade wenn ich daran denke
im Bereich der Kindermedizin und Jugendmedizin, was natürlich für uns,
für die Region ja schon ein,
sehr großer Rückfall ist. Ist beschissen.
Gerade mit dem Thema auch Geburtenstationen.
Und ist dann bei MVZ gedacht eher, dass dann Weißwasser und Boxberg zusammengehen
würden in eine MVZ oder wie ist da überhaupt Überlegung oder welche Überlegung gibt es da?
Also näher zusammengehen ist jetzt nicht das Thema. Also wir als Gemeinde Boxberg,
so ist der aktuelle Plan, wir bauen die Immobilie und vermieten sie.
Und der Hauptgedanke ist natürlich dann zu sagen, okay, lieber Arzt,
du kannst dich hier einmieten.
Und die gleiche Tür würde dann natürlich auch für das MVZ Weißwasser offenstehen,
wenn die beispielsweise sagen,
okay, wir schaffen eine Hausarztstelle oder einen Facharzt oder eine...
Gemeindeschwester, die sich um den Bereich Boxberg mit kümmert und dann würden
wir dort als Gemeinde die Räumlichkeiten zur Verfügung stellen.
Also jetzt die Gründung eines neuen MVZ würde ich jetzt als Gemeinde als letzte Variante sehen.
Aber wie ist denn der Stand der Dinge generell mit der Immobilie?
Na, der große Punkt war ja gewesen, wir hatten damals ein Gebäude geplant, was,
circa 3000 Quadratmeter groß ist, das gesamte Areal berücksichtigt werden sollte,
wo heute noch Apotheke, Zahnarzt,
der ehemalige Jugendtreff gewesen ist und das Schleckergebäude.
Dafür hätten wir mit den damaligen Zahlen ca.
12 Millionen Euro gebraucht, um das Ganze umzusetzen. Boxberg ist mit seinem Projekt leider,
in diese sogenannten Perspektivprojekte gerutscht im Investitionsgesetz Kohleregionen,
und das bedeutete, dass wir aus der ersten Förderperiode nicht mit berücksichtigt werden konnten.
Wir sollten in die zweite Förderperiode genommen werden, also die dann ab 2027 beginnt. Und wir,
dort nicht mehr so viel Geld da ist, hat man sich mit dem Regionalministerium
und den beiden Landräten aus Bautzen und Görlitz geeinigt,
dass diese Perspektivprojekte doch kommen,
aber nur zu einem geringeren Fördersatz,
wie damals im Regionalen Begleitausschuss abgegeben worden ist.
Zwischen dem Regionalen Begleitausschuss und der eigentlichen Abgabe bei der
Sächsischen Aufbaubank sind aber ja bekanntlich ein, zwei Jahre vergangen.
Die Nutzerthematiken haben sich geändert, da natürlich auch viele Absprachen,
unter anderem mit der Sächsischen Natur- und Strukturentwicklung stattgefunden haben.
Was ist förderfähig, was ist nicht förderfähig? Wir hatten ja damals auch geplant,
ein betreutes Wohnen mit aufzunehmen.
Das wäre komplett nicht förderfähig gewesen.
Daraufhin haben wir das gekürzt und
dadurch haben sich auch die gesamte Finanzierungsrahmen komplett geändert.
Im Ergebnis stehen uns jetzt 7 Millionen Euro zur Förderung in Aussicht,
allerdings die Gesamtkosten von 12 Millionen Euro.
Somit haben wir dann gesagt oder hat der Gemeinderat gesagt,
das ist natürlich eine ordentliche Finanzierungslücke.
Wir müssen das Projekt umplanen und mit den jetzigen Baukostensteigerungen über
die Jahre hinweg sind wir dann am Ende bei rund 1000 Quadratmeter,
die übrig bleiben. Die übrig bleiben?
Nicht weniger, sondern die übrig bleiben?
Von den 3000 waren es glaube ich geplant.
Ich habe das mal andersrum gedacht.
So und Und damit fällt im Prinzip der Keller weg, das Obergeschoss weg,
es wird am Ende das Erdgeschoss bleiben und das Gebäude, wo heute noch Apotheke,
Zahnarztpraxis drin ist, das bleibt erstmal stehen.
Damit kommen wir ungefähr bei ca. Kosten von 8 Millionen Euro hin.
Es ist nicht möglich, da irgendwelche anderen Fördertöpfe anzuzapfen, weil,
das kann ja wohl nicht sein, dass von so einem großen Projekt,
was geplant war, so viel wirklich wegfällt, wo wir alle im Prinzip darauf gehofft
haben, dass das dann auch noch anderweitig nutzbar ist.
Und dann hast du da ein Gebäude stehen, dass niemand einen Keller und ein Obergeschoss
hat und das ist ja auch nicht nachhaltig gedacht.
Also nachhaltig wird es schon sein. Das wird auch energetisch sehr gut sein.
Der Punkt ist, wir haben, sicherlich muss man an einigen Stellen harter Einschnitte machen.
Allerdings wird trotzdem noch Platz sein für Physiotherapie,
Apotheke, ein MVZ, eine zusätzliche Arztpraxis, Gemeindeschwester.
Es wird ein Büro übrig bleiben für das Thema Pflege.
Es wird auch das kleine Café geben, was den Platz hat. Was aber wegfällt,
sind natürlich, und das muss man auch sagen, dadurch, dass wir beispielsweise
die zweite Etage einsparen, wird kein Fahrstuhl nötig sein.
Es können die gesamten Gemeinbedarfsflächen, Flure, das kann man sich einsparen.
Was natürlich wegfällt, und das ist natürlich sehr schade, aber das ist das
Thema Kursraum, der sogenannte Fitnessraum.
Der wäre 400 Quadratmeter damals groß gewesen.
Da muss man sich aber auch ehrlich machen, es gab auch hier keine,
auch wenn wir da echt in die Werbung gegangen sind,
mit Maklerbüros und es gab hier keine Anfrage von irgendjemandem,
der gesagt hat, ich würde mir vorstellen können, so ein Fitnessstudio zu betreiben.
Und zumal 400 Quadratmeter und wenn du dann vielleicht nur 5,
6 Euro den Quadratmeter nimmst, war eine Hausnummer, wo gerade im ländlichen
Raum keiner Juru geschrieben hat.
Nichtsdestotrotz wir planen ja vielleicht kommen wir auch da noch drauf zu sprechen
das Thema Bildungscampus wo
ja auch angedacht wird eine neue Todenhalle zu bauen die Aula wird saniert.
Da kommen wir noch hin.
Und bei diesen Themen denke ich mal da kann man dann zum Beispiel auch sowas
wie einen Kursraum, ein Fitnessstudio irgendwie mitdenken.
Aber jetzt nochmal zur Zahnarztpraxis wird die denn mit drin sein oder wird
die erstmal in dem anderen Gebäude bleiben.
Die bleibt erstmal dort drin Das Hauptproblem war natürlich auch hier gewesen,
dass die Zahnarztpraxis,
wenn sie ins neue Gebäude kommt, quasi wie eine neue Gründung angesehen wird,
und allein für die Ausstattung ca.
300.000 Euro, da gibt es unterschiedliche Berechnungen, 300.000 Euro notwendig sind,
die dürften wir als Gemeinde nicht ausgeben, weil das Beihilfe rechtlich relevant
wäre und so müsste das ein Zahnarzt selber bezahlen.
Ist natürlich für die bestehende Zahnarztpraxis ein riesiges Fund und deswegen
war die Begeisterung dort sehr niedrig gewesen.
Deswegen und weil ja auch das Thema Zahnärzte schwierig ist in unserer Region,
haben wir uns dann entschieden, okay, lassen wir von dem Gebäudeabschnitt erstmal die Finger weg,
dass dort weiter die Behandlungen durchgeführt werden können.
Und die Frau Lohmann natürlich auch die nächsten Jahre dort weiterhin tätig sein kann.
Und ich denke mal, das ist ein Kompromiss. Wir sind dann natürlich in den nächsten
Jahren in der Überlegung, wie wir dann perspektivisch mit diesem zweiten Gebäudekomplex
oder Abschnitt dort weitermachen.
Vielleicht wird das dann nochmal ein Folgeantrag im Rahmen von InfKG,
dass man sagt, okay, es ist wie ein zweiter Bauabschnitt. Wir gehen das dann nochmal an.
Das muss aber natürlich dann auch nochmal neu bewertet werden und geschaut werden,
Wer kommt dann in das neue Gesundheitszentrum? Ist es komplett vermietet?
Auch das ist nur ein Fahrzeichen.
Und Fläche wäre dann schon ausreichend vorhanden.
Es ist halt so, die Nachfrage ist leider gering.
Und dann wird man sehen, wie die Nachfrage ist. Und dann kann man darauf reagieren.
Was ist das InvKG?
Investitionsgesetz, Kohleregion, die berüchtigten 40 Milliarden Euro für den Kohleausstieg.
Okay. Besteht die Möglichkeit, auf das jetzt geplante Gebäude noch eine weitere
Etage aufzusetzen nach x Jahren?
Das haben wir nicht vorgesehen, weil das natürlich für die Tragwerksplaner nochmal,
zusätzlich, also möglich wäre das, aber wir haben es jetzt rausgelassen,
weil das zu mehr Kosten wieder geführt hat.
Ich dachte, das war vorher schon fertig geplant, alles über die Architekten und so.
Naja, und das ist natürlich ein Problem. Wir haben von diesen 3000 Quadratmeter
runtergekommen auf diese circa 1000 Quadratmeter.
Da mussten wir jetzt natürlich nochmal umplanen. Das hat wieder Zeit gefressen.
Wir sind damit aber jetzt mit der Planung durch und dürfen jetzt das Ganze wieder,
beim SIB, dem Sächsischen Immobilienbaumanagement, abgeben.
Die das dann wieder auf Wirtschaftlichkeit prüfen, auf alles Technische, was darauf ankommt.
Wann wird denn jetzt angefangen zu bauen?
Ist denn der Bescheid überhaupt schon da?
Naja, noch ein bisschen jetzt einreichen, aber das letzte Mal haben wir ja im
Prinzip schon darauf gehofft, dass ihr bald bauen könnt und jetzt ist es 26
und angefangen haben wir, glaube ich, mit dem ganzen Prozedere 22 oder wie lange ist das her?
Also es ist schon eine ganze Weile, wo das so schwebend ist.
Zumindest für die Bevölkerung.
Also Ziel ist es 2029, spätestens 2030 damit fertig zu sein.
Mhm. Hält denn das Dach bei dem zweiten Gebäudekomplex, wo die Frau Lohmann drin ist, so lange noch?
Das hoffe ich.
Hoffnung.
Du sagtest neulich, also das letzte Mal, es wird ein kleiner Leuchtturm, dieses Projekt.
Wie klein darf er werden, bevor er sich nicht mehr leuchtet?
Ich hoffe nicht, dass wir irgendwann beim Teelicht enden.
Ja.
Naja, nichtsdestotrotz ist es, ich sage mal so, acht Millionen Euro,
die dort hingesetzt werden, es wird eine riesige Baustelle werden,
es wird ein modernes, tolles Gebäude werden.
Und am Ende hoffe ich, dass wir das alle miteinander gemeinsam mit Leben füllen
werden und dort Ärzte finden, die dort rein möchten und natürlich unseren Menschen dort helfen.
Und wir haben nichtsdestotrotz auch die ganzen Außenbereiche schon so geplant,
dass man beispielsweise an dieser,
Idee und Thematik Neue Ortsmitte weiterarbeiten kann und dass dort auch vielleicht
für die ein oder andere Veranstaltung, Stichwort Weihnachtsmarkt oder andere
Sachen, weiter mitgedacht werden kann.
Und ich denke, es ist mitten im Ort, es ist gegenüber von der Sparkasse und
so weiter und das ist schon nicht ganz verkehrt.
Erstmal brauchen wir auch Ärzte, die dann doch wirklich da rein wollen.
Das ist ja wirklich, also egal wie viel du baust, wenn du die Ärzte nicht hast,
hast du nachher auch umsonst gebaut.
Die brauchst du halt. Also das ist ja von vornherein das Problem,
dass wir leider nicht die Ärzte haben, die heute sagen,
so muss meine Praxis aussehen, das, das, das will ich haben und so machen wir immer Angebotsplanung,
und Bau und daran halte ich aber schon fest und das ist ja nie allgegenwärtig,
dass man überhaupt so ein Angebot schaffen kann,
das ist ja auch nicht ganz selbstverständlich.
Okay, und hast du jetzt schon Plan B? Was ist Plan C? Ja,
Wie sicher ist denn das jetzt? Wir dachten ja am Anfang auch,
dass das sehr, sehr sicher ist. Wie sicher ist denn das?
Also davon gehe ich schon stark aus, dass das jetzt funktioniert.
Also wenn das jetzt nicht klappen sollte, also da müsste jetzt schon viel zusammenkommen,
aber das denke ich, das wird sich auch keiner,
Landkreis oder Ministerium dann noch getrauen, diese Sache noch mehr abzuschmälern.
Können wir als Bürger und Bürgerinnen irgendetwas tun, um die Gemeinde zu unterstützen
auf den unterschiedlichen Ebenen?
Ich denke mal, das ist jetzt eigentlich alles im Verfahren drin.
Wir sind in den Abstimmungen mit den einzelnen Behörden und dann wird das dann
nächstes Jahr richtig losgehen.
Okay, super. Ich komme nochmal ganz kurz auf dieses Dach, was ich erst angesprochen
hatte, zurück. Denn wenn du sagst, in dem Gebäude sieht das Dach noch ganz gut
aus. Bei anderen Gebäudeteilen war das Dach ja jetzt doch ein bisschen löchrig geworden.
Wir reden über Physiotherapie. Ganz genau.
Und die musste ja sozusagen aufgrund dieses Dachschadens,
umgesetzt werden. Mario, du hast auch ein paar Fragen dazu vorbereitet, ne?
Erstmal, was war denn los? Also weiß ja wahrscheinlich auch nicht jeder,
was da los war. Achso, das stimmt, das weiß auch nicht jeder.
Das zukünftige Gesundheitszentrum, also das Gebäude in der Diesterwegstraße,
hat ja schon seit längerem einen höheren Sanierungsstau. Wir haben das vor zwei,
drei Jahren mal untersuchen lassen.
Damals hat man von drei Millionen Euro gesprochen. Genau deswegen kommt ja an der Stelle...
Es soll ja das Gebäude weg und etwas Neues hin. Deswegen war das ja einer der Hauptgründe.
Und das Flachdach an der Stelle hat schon über viele Jahre Probleme gemacht.
Wurde in den letzten ein, zwei Jahren gefühlt alle Vierteljahre neu ausgebessert.
Die verschiedenen Dachdeckerfirmen waren sehr oft vorhanden gewesen.
Wir haben immer wieder in die Standhaltung viel Geld ausgegeben. Zu guter Letzt.
Was bedeutet, ihr wusstet schon, dass das sehr baufällig ist?
Ja, klar. Es gab ja auch schon den einen oder anderen Wasserschauen in der Apotheke,
bei der Zahnarztpraxis und auch bei der Physiotherapie, wo wir immer wieder
Nachbesserungen durchgehen mussten, wo natürlich auch die Mieter mit Problemen zu kämpfen hatten.
Aufgrund dessen gab es ja auch unter anderem diese Initiative zu sagen,
wir brauchen ein neues Gebäude und damit ein Gesundheitszentrum,
wo wir alle Nutzer wieder mit neu reinbringen.
Und jetzt kam das, was kommen musste durch diese ganzen Verschiebungen, Zeitverzögerungen.
Es ist im Prinzip so gewesen, dass dort diese einzelnen Bahnen Risse bekommen
haben durch die starke Hitze.
In den Sommern sind Risse aufgetreten, dann kam ein Hagelsturm dazu,
und Starkring und dann ist im Prinzip der Teil der Physiotherapie im wahrsten
Sinne abgesoffen und so sehr, dass es wirklich bis in die Kabelkanäle reingegangen ist und wir,
das Gebäude wirklich aus Brandschutzgründen schließen mussten,
und eine Sanierung nicht in Frage kommen wäre.
Gerade mit dem Ausblick, wo wir sagen, wir wollen eigentlich in der nächsten
Zeit dort abreißen und was Neues hinsetzen, hätte ich das natürlich,
niemanden erklären können, so mit dem Steuergeld umzugehen.
Dann würde ich gerne nochmal, bevor wir jetzt die Physiotherapie weitermachen,
weil du hast ja gesagt, Apotheke und Zahnarzt bleiben ja jetzt in dem anderen
Gebäude. Die kommen erstmal nicht.
Da sieht das Dach besser aus.
Aber da hat es ja auch schon reingeregnet, oder? Hast du ja gerade gesagt.
Kleine Wasserschäden gab es
dort schon. Nichtsdestotrotz waren dort die Dachdecker mit oben gewesen.
Es ist dicht, aber es kann jetzt nie noch zehn Jahre dauern,
bis das dort gemacht werden muss.
Das hat das Bauabend und das haben wir natürlich auf dem Schirm.
Deswegen dringen wir ja an der Stelle dort wirklich an Lösungen zu arbeiten.
Und ja, zurückgekommen auf die Physiotherapie.
Die Sanierung der Innenräume wäre eine riesige Hausnummer gewesen.
Die hätten dann dort auch für mehrere Wochen, Monate nicht darin arbeiten können.
Und allein die Dachsanierung und wenn es nur eine Behilfsmaßnahme gewesen wäre,
hätte alleine, ich glaube, eine Viertelmillion gekostet.
Das hätte denen jetzt auch erstmal nicht geholfen, weil die mussten ja eh schnell
mal einen Berufs machen sozusagen, weil wenn die Elektrik und alles, dann ist das klar.
Richtig, also das hätte viel Zeit in Anspruch genommen, es hätten keine Patienten
behandelt werden können.
Wir haben dann nach Lösungen geguckt, wir haben beispielsweise Begegungszentrum,
also in der obersten Etage der Schule uns das Ganze dort angeschaut,
hätte auch einige Umbaumaßnahmen notwendig gemacht. Hinzu wäre aber dort...
Gewisse andere Nutzungen eingeschränkt möglich gewesen. Also zum Beispiel der
große Veranstaltungsraum wäre das gewesen.
Dort, wo schon jene andere Jugend war, ja gewesen ist.
Und am Ende des Tages hat sich dann doch das Dorfgemeinschaftshaus angeboten.
Also übergangsweise?
Für die Zeit, bis das Gesundheitszentrum steht.
2030 oder 31?
31 nicht, bitte.
29 oder 30?
Also wenn man sich gerade ringsherum anguckt, wo es überall teurer wird.
Und trotzdem wieder ein Jahr länger dauert, das wird doch...
Wir sind optimistisch, Mario. Also ich habe mit der Physiotherapie gesprochen
und die meinten, die hätten keine Genehmigung bekommen für das Begegnungszentrum oben in der Schule.
Das ist noch ein Thema gewesen. Das ist auch ein Riesenthema gewesen,
wie man dort schnell eine Genehmigung bekommt.
Also dass jetzt das Übergangsweise da ist, also auch wenn ich jetzt denke,
dass drei Jahre Übergangsweise nicht mehr so ganz Übergangsweise ist, oder vier Jahre,
Was wären denn die anderen? Also werdet ihr dann jetzt alles durchgespielt haben,
was noch möglich wäre? Und wenn ihr jetzt sagt, ihr wollt ja in der Ortsmitte,
ist jetzt mal eine doofe Frage von mir.
Die Schule und alles muss gebaut werden. Ihr müsst eh irgendwann wahrscheinlich
über Container nachdenken.
Warum dann nicht jetzt schon?
Auch für einen Container hättest du einen Bauantrag gebraucht,
das Medien nachschließen müssen.
Das kann man ja immer noch drüber nachdenken. Na klar, nicht sofort,
das ist klar. Also übergangsweise ins Dorfgemeinschaftshaus ist ja möglich.
Aber wenn jetzt drei Jahre drin sind, heißt das ja, dass das Dorfgemeinschaftshaus
drei Jahre nicht mehr für...
Öffentliche Sachen sozusagen zur Verfügung steht.
Also die Innenräume nicht. Für Veranstaltungen, die draußen sind,
ob es jetzt Kinderfeste sind, ob es Hexenbrenn ist, wird es weiter nutzbar sein, der Außenbereich.
Die Toiletten, die sich drinnen befinden, die werden dann dafür so,
also das kann man ja von außen begehen. Das wird möglich gemacht.
Das ist auch so ein Mietvertrag mit drinnen.
Also ihr habt jetzt einen neuen Mietvertrag abgeschlossen?
Wir haben den alten angepasst. und ja, das wird weiterhin möglich sein ja, irgendein,
Problem wird immer bleiben, eine Herausforderung aber am Ende galt es ja darum
zu sagen, die Physiotherapie soll erhalten bleiben, soll weiter arbeiten dürfen
die Wege sollen kurz sein,
für die Patienten selber und natürlich hätte ich auch sagen können es geht vielleicht,
keine Ahnung, in ein Andersdorfgemeinschaftshaus in einem anderen Ortsteil Aber dann werden die.
Wer hat denn gesagt, dass die ins Dorfgemeinschaftshaus, also hat da der Gemeinderat
was zu sagen oder habt ihr das als Verwaltung?
Es ist eine laufende Verwaltungstätigkeit. Natürlich haben wir den Gemeinderat darüber informiert.
Das Dorfgemeinschaftshaus, weil es ist doch mit Förderung bezahlt,
es wurden schon immer da drin nicht.
Also das ist ja ein Dorfgemeinschaftshaus und so wurde es ja auch,
also es ist ja sozusagen, also deswegen übergangsweise ja, aber drei Jahre finde
ich ja jetzt gar nicht mehr so übergangsweise, als dass man sagen kann,
das ist Verwaltungssache, da müsste da der Gemeinderat nicht irgendwie nicht
nur informiert sein, sondern da auch irgendwas.
Miete und Pachtverträge kann man schon machen.
Ja, das ist klar, ja. Ja, ja, aber es geht ja auch darum, wofür ist etwas.
Und für die Allgemeinheit ist ja zum Beispiel ein Dorfgemeinschaftshaus und
so wurde es ja auch die letzten Jahre vermietet und immer wieder gegeben,
ist es ja eigentlich, gehört das der Allgemeinheit sozusagen.
So, jetzt könnte man natürlich übergangsweise das der Allgemeinheit erstmal
wieder entziehen. Man kann auch sagen, dass drei Jahre eine Übergangszeit ist
oder wie viel auch immer.
Aber da rieche ich ja schon Bauchschmerzen, wenn ich sage, wenn drei Jahre Übergang ist.
Also der Gemeindenrat wurde informiert, aber da wurde jetzt nicht irgendwie...
Welche Alternative hättest du jetzt vorgeschlagen?
Na, dass man das ja trotzdem erstmal zum Dorfgemeinschaftshaus geht,
aber dass man trotzdem weiter darüber redet, was kann man denn jetzt noch tun,
damit das Dorfgemeinschaftshaus so schnell wie möglich wieder frei wird für die Allgemeinheit.
Also am Ende des Tages ist es ja auch die Prüfung der wirtschaftlichsten Sache.
So, und du hast das Thema Container angesprochen.
Die wäre deutlich darüber hinaus gewesen. Ich habe jetzt die Zahl nicht mehr gekauft.
Aber die braucht ihr ja eh irgendwann.
Nee.
Für die Schule, wenn die Schule gebaut wird und irgendwie, wenn das neu gemacht wird, gar nicht.
Die Schule wird ja nicht komplett neu gebaut.
Okay.
Es wird in den Ferien saniert.
Ah, ja.
Also am Beispiel von der Kita damals in Boxberg war die Überlegung,
saniert man die Kita in Boxberg,
also macht eine Kernsanierung dort und nimmt die Kinder in der Zeit mit den
Erziehern in Containern für eine Bauphase von zwei, drei Jahren.
Diese Miete der Container hat vor zwei, drei Jahren damals schon mehrere Millionen gekostet.
Und du musst natürlich, wenn du jetzt einige, und das ist ja nicht bloß ein
Container, mehrere Container dort anmietest oder kaufst, musst du genauso Wasser,
Strom etc. anlegen, du musst einen Bauantrag nehmen.
Auch der Bauantrag hätte mehrere Wochen bekanntlicherweise gedauert,
Medienanschlüsse zu machen. Das ist alles Zeit, die verloren geht, wo,
diejenigen dort nicht tätig sein können. Und wir hätten natürlich dann auch,
den Arbeitslohn und den Ausfall dafür mit bezahlen müssen. Und das sind alles...
Nee, dass das jetzt übergangsweise, dass sie da sind, das ist doch logisch.
Also die sollen ja auch weiterarbeiten, weil das wäre krasser gewesen,
wenn die auf einmal nicht mehr hier in Boxberg wären.
Das ist schon gut, dass die dann von jetzt nicht gleich den nächsten Tag,
aber fast schon drei Tage später wieder arbeiten konnten.
Darum geht es nicht. Also mir geht es eher darum, ob denn noch irgendwas in
Gesprächen ist, wie man denn da, weil ich es halt trotzdem für die Allgemeinheit
halt als wichtig empfinde, Wie schnell kriegen wir das Dorfgemeinschaftshaus
wieder frei, sozusagen?
Dann kann ich auf die zahlreichen anderen Dorfgemeinschaftshäuser verweisen,
die in der Gemeinde frei sind.
Also wir haben in Kringelsdorf, in Reichwalde in so vielen Ortsteilen verschiedene
Dorfgemeinschaftshäuser, die mitgenutzt werden können.
Und wir werden zum Beispiel die Seniorenweihnachtsfeier, die ja dort auch stattgefunden
hat, beispielsweise dieses Jahr in der Touristeninformation stattfinden lassen.
Und ich denke, auch das ist jetzt ein sehr schöner Ort, ein passabler Ort,
um dort Feierlichkeiten stattfinden zu lassen.
Das heißt, ich könnte theoretisch mit meiner privaten Feierlichkeit in das TITS gehen?
Nein, weil das leider wegen den Fördermöglichkeiten ausgeschlossen ist.
Wie lange noch? Auch bis 2030 oder so?
Das sind noch ganz paar Jahre hin, ja.
Okay.
Also kommt denn dann die Kita jetzt eigentlich dann auch mit?
Ist die auch mit gerechnet, dass die denn zur Schule dann kommt?
Oder soll die versetzt werden?
Aber dann müssen wir nochmal neu anfangen, ich glaube.
Nee, weil der gerade ja gemeint hat, wir sind ja jetzt auf einmal,
weil ich ja meinte, mit Container, dass wir irgendwann welche brauchen.
Die Kita wird auch irgendwann umziehen, oder?
Ich weiß nicht, ob wir jetzt so einen großen Sprung machen wollen.
Vielleicht ist das ein Thema, wie man das… Da kommen wir noch hin. Ja, okay.
Genau, also Dorfgemeinschaftshaus, ich schließe das mal ganz kurz ab.
Die Physiotherapie ist jetzt erstmal bis 2029-30 in dem Dorfgemeinschaftshaus
geplant. Es ist keine alternative Lösung vorgesehen.
Richtig.
Wird auch nicht mehr darüber nachgedacht.
Das ist für mich wichtig. Auch nicht mehr darüber nachgedacht,
genau. Und wir hoffen alle, drücken ganz fest die Daumen, dass das neue Gesundheitszentrum
bis 2030 gebaut ist, damit die Physio dann dort einziehen kann,
das Dorfgemeinschaftshaus der Allgemeinheit dann wieder zur Verfügung steht.
Und zwischendurch können alle Menschen, die das Dorfgemeinschaftshaus nutzen
wollen, auf alternative Dorfgemeinschaftshäuser in der Großgemeinde ausweichen,
wenden sich vertrauensvoll an die Gemeindeverwaltung, um dort die Möglichkeiten,
der Miete oder Nutzung zu besprechen.
Das klingt gut, ja.
Dann mach mal hinter dieses Thema, glaube ich, auch ein Haken.
Oder Mario, hast du noch eine Frage dazu?
Nee, das gehört hier nicht rein. Also ich denke, nach meinem Verständnis,
bin ich der Meinung, dass das schon hart an der Grenze ist, dass da der Gemeinderat
eigentlich mehr dazu zu sagen hätte und dass kein verwaltungstechnischer Aufwand mehr ist.
Aber da müsste ich mich auch nochmal richtig einlesen. Also deswegen,
das gehört jetzt eigentlich dann auch nicht hierher.
Also ich glaube, da bin ich anderer Meinung. Und das ist erstmal nur eine Meinung.
Da müsst ihr mich auch erstmal weiter reinlesen.
Okay, gut. Dann gehen wir zum nächsten Thema. Kindergarten, Schule,
Dorfkernentwicklung hattest du ja angesprochen.
Machen wir das gleich. Cool.
Ja, aber das passt so zu diesen Gebäudedingern.
Weil das war ja erstmal Party. Naja, also wie viel waren es?
10, irgendwas Millionen. Es gibt über die Thematik Städtebaufördermittel für
den Ortskern von Boxberg 10 Millionen Euro an Förderung.
Und das ist im Prinzip ein Gebiet von rund 19 Hektar. Das ist der Bereich von
der Schule bis runter zu den alten Garagen und der bisherigen Kita.
Also doch ein sehr großer Bereich.
Also da auch wo die Feuerwehr ist.
Ja, auch Feuerwehren noch dabei. Und das ist eine Dreidrittelförderung.
Das heißt ein Drittel Bund, ein Drittel Land und ein Drittel Gemeinde Boxberg.
Das heißt, es dürfen bis 2038 rund 15 Millionen Euro investiert werden.
Yippie! Okay, wie können wir das Drittel aufbringen?
Das müssen wir mit Eigenmitteln natürlich aufbringen von der Gemeinde.
Und ich sage mal, dadurch, dass
gerade Bildungsbereich, die ganzen Fachförderungen für Kita, für Schule...
Fast auf Null gefahren ist. Also wir hatten ja zum Beispiel für die Schulbau-Infrastruktur,
Fördermittel beantragt in den letzten Jahren und dann aber immer abgelehnt,
weil halt die Fördertöpfe leer waren.
Und deswegen sind wir natürlich froh, dass wir das jetzt über die Städtebaufördermittel
überhaupt reinbekommen haben.
Und ich sage jetzt mal, 66 Prozent Förderung ist natürlich immer noch eine gute Sache.
Und wir können dabei auch andere Projekte damit umsetzen, zum Beispiel Entwicklung der Ortsmitte,
energetische Sanierungen, aber auch einen gewissen Teil zum Beispiel in die
Wohnimmobilien der WBG.
Aha.
Also wir können quasi dort, die Wohnungsbaugesellschaft können von uns darüber
einen Zuschuss bekommen und damit wird in den nächsten Jahren auch das eine
oder andere saniert werden können.
Also auch mehr barrierearm, behindertengerecht, eventuell so ein bisschen weiterdenken, altersgerecht.
Ja, da ist vieles denkbar. Grundsätzlich ist das Thema, also was mir wichtig
ist, und das war in den früheren Fällen der Fall bei Städtebeförderung oftmals,
da ging es mehr um Abriss.
Mir war wichtig gewesen, dass wir hier auf Erneuerung gehen,
keinen großen Abriss mehr haben.
Und dass es hier insbesondere darum geht, beispielsweise die Fassade neu machen,
die Fenster zu erneuern,
ja, vielleicht auch bei dem eben oder anderen noch einen Balkon dran zu setzen,
und natürlich geht es dann auch teilweise darum, wenn es dann in die Komplexsanierung
geht, dort auch das Thema Barrierefreiheit und so weiter.
Natürlich ist es bei den verschiedenen Bautypen, so wie sie heute sind,
nicht einfach möglich aufgrund der Flure, dort, ich sag jetzt mal,
einfach so einen Fahrstuhl ranzubringen.
Das geht dann bloß bei Komplexsanierungen. Aber ich denke mal,
das ist auch schon wichtig, dass man ja auch damals bei den Betriebskosten und
Nebenkosten ein bisschen runterkommt, wenn dann zum Beispiel Fassade oder Fenster
nur gemacht werden kann.
Und das hilft, denke ich, jetzt mal schon und steigert ja auch die Attraktivität.
Nebenkosten, Fernwärme und so, ist das da auch mit eingerechnet?
Warte mal, Fernwärme machen wir da.
Ja, ich will es schon mal anteasern, damit er weiß, worauf man sich einstellen kann.
Nee, erstmal, also das ist jetzt diese Ortskern sozusagen für Boxberg.
Dafür sind diese Gelder da, dass da was gemacht wird.
Und da gehört dann auch Schule, Aula, also Grundschule und Schule dazu?
Oder ist das nochmal extra?
Das gehört nicht dazu.
Und Turnhalle? Weil du sagst es ja gerade, Abriss nicht, aber Turnhalle?
Also wir haben vor einiger Zeit damals die Studie gehabt, das Konzept gehabt
von einem Bildungscampus, wo wirklich auf dem Schulgelände von Kita,
Grundschule, Oberschule,
Turnhalle alles um einen Bereich ist,
um dort Synergien zu schaffen.
Und das ist auch weiter in der Fall. Man muss aber dazu sagen,
jetzt in diesen Städtebaufördermitteln ist die Turnhalle leider nicht mit drin,
weil das einfach den Rahmen gesprengt hätte.
Also es gibt, wir haben da jetzt wirklich schon die Maximalförderung rausgeholt.
Bei rund 15 Millionen ist da einfach Schluss.
Und da müssen wir dann einfach schauen, was es für andere Fördermöglichkeiten gibt.
Aber ich bin da wirklich verdammt froh, dass wir da diese Mittel bekommen haben.
Und es gibt uns wirklich die Sicherheit, dort die nächsten rund zehn Jahre Stück
für Stück immer wieder was Neues zu machen und da gehört ja ganz viel mit da rein.
Also das ist wirklich eine Riesensache und es wird uns aufwerten.
Und wenn ich dann beispielsweise dann noch dazunehme, dass das Gesundheitszentrum
kommt, dass wir ja von diesem...
Ich habe noch nicht ganz verstanden, wofür sind jetzt diese 15 Millionen dann
komplett? Also für die Sanierung der Schule und der Grundschule?
Also Hauptziel ist es, die Großprojekte in diesen 15 Millionen Euro werden sein, Kita-Neubau.
Und das wird dann so wie Bildungscampus gedacht? Genau.
Das heißt, Kita und Hort soll auf dem heutigen Schulgartengelände sein.
Dafür müssen wir erst einen B-Plan machen. Der ist dabei auch mit in der Finanzierung drin.
Wir haben die Aula-Sanierung mit dabei.
Wir werden die WBG dabei unterstützen, dass die Wohnqualität sich verbessert.
Wir haben energetische Sanierung mit dabei drin, zum Beispiel auch für die Feuerwehr Boxberg.
Wir haben den Abriss für die alte Turnhalle mit drin, plus grünen Klassenzimmer,
wenn wir das umsetzen möchten.
Wir hätten die Möglichkeit drin, dann das alte Kita, also,
die heutige Kita, aber dann, wenn die neu gebaute Kita da ist,
dann die alte Kita, da sage ich mal eine Umnutzung stattfinden zu lassen.
Aber die ist ja auch schon nicht mehr ganz so...
Die ist quasi im gleichen Niveau wie unser jetziges Gebäude auf der Diesterwegstraße.
Das Thema, die alten Garagen sind mit drin. Es ist dabei...
Grünpflege-Maßnahmen mit aufzunehmen, also auch das Thema Klimaschutz spielt eine Rolle und,
es ist wirklich ein Rundumpaket, was man dort den nächsten Jahr macht und es
wird auch eine Riesenherausforderung, das überhaupt am Ende des Tages umzusetzen,
weil ich sag mal, die Gelder sich ranzuholen, das ist die eine Baustelle im
wahrsten Sinne, das dann wirklich auf die Straße zu bringen,
Baufirmen zu finden, Ausschreibungen zu machen und das Ganze abzurechnen,
Verwendungsnachweise zu führen und, und, und, das wird ein Riesenarbeitspaket.
Aber deswegen bin ich froh, dass wir da jetzt wirklich für die knapp nächsten
zehn Jahre ein riesen Arbeitspaket und einen Plan haben.
Und ist die Gemeindeverwaltung personell gut genug aufgestellt,
das tatsächlich zu wuppen oder sucht ihr noch eine Mitarbeiter?
Also Hendryk grinst.
Also ich, naja, wir haben uns, ich sag mal jetzt gerade für die Thematik der
Abrechnungen und der ganzen Planungen, was das angeht, ist in diesem Förderprogramm
zusätzlich die Möglichkeit ein Büro zu binden.
Das werden wir demnächst ausschreiben und das ist leider auch wieder,
muss man ja dazu sagen, ein sogenanntes VGV-Verfahren, also das heißt eine europaweite Ausschreibung.
Das wird also auch wieder ein bisschen Kraft kosten.
Aber ich denke, da sind wir ganz gut aufgestellt.
Und du sagtest, in dem Paket ist der Abriss der Turnhalle mit drin,
aber eigentlich habt ihr keine Gelder. Noch nicht, zumindest für den Aufbau
der Turnhalle, einen Neubau der Turnhalle. Aber ich gehe davon aus,
dass ihr bis zum Abriss dann auch einen Plan B habt.
Das wäre schön, damit wir einen Tischtennis spielen können.
Ja, nur weil ich das gehört habe mit der Abriss.
Die Schule braucht ja auch eine Turnhalle natürlich.
Das wird natürlich mitgedacht. Ohne Frage, ja. Eigentlich war es ja auch das Hauptziel gewesen,
dass aus Ort, Kita und Turnhalle ein neues Gebäude entsteht,
um da auch ein bisschen Kosten zu sparen.
Ob uns das gelingt, gerade weil es wahrscheinlich unterschiedliche Fördertopfe
geben wird und dass die Fördertopfe dann auch zur gleichen Zeit zur Verfügung
stehen und natürlich noch mal eine Herausforderung.
Aber da werden wir auch noch eine Lösung finden.
Okay.
Die Frage ist jetzt vielleicht total doof, aber zu unserem, weil wir ja öfter
auch mal darüber reden, so wie es geht in anderen Ortschaften, das und so.
Ich weiß jetzt nicht, wie sich jetzt jemand in Uhyst fühlt oder in so,
was haben jetzt die davon, Wenn die WBG zum Beispiel dann, wenn das schöner
gemacht wird oder das oder jenes,
Das kann ich nicht. Da wisst ihr nicht mal die Frage dazu. Es ist so.
Aber weißt du, was ich meine, Romy?
Naja, es geht wieder alles nach Boxberg.
Ja, also wie reagiert man? Wie kann man darauf reagieren und den Leuten erklären,
nee oder ich weiß doch auch nicht.
Der Punkt ist ja, das war jetzt ja nur, ich sag jetzt mal, ein Ausschnitt,
was im gesamten Haushalt angedacht ist.
Man muss ja auch dazu sagen, das sind jetzt alles Projekte bis 2038 für den
Ortsteil Boxberg. Das ist natürlich eine enorme Menge.
Aber wir haben nun gerade mal, ich sage jetzt mal, Bildung und gerade Schule
kostet. Und die wird hier das meiste Geld ausmachen.
Die Schule, Bildung ist klar. Aber ihr habt ja auch WBG gesagt und bis zu den Garagen.
Ja, also von der WBG sage ich jetzt mal, das ist jetzt eine sechsstellige Summe.
Also es sind jetzt keine Millionen, die dort umgesetzt werden.
Und am Ende kommen die natürlich auch den Bürgern zugute.
So, und jetzt werden wir natürlich uns, wir haben jetzt, wir werden uns demnächst
langsam anfangen, in die Haushaltsplanung mit einzugehen.
Die Ortschaftsräte haben natürlich auch schon den einen oder anderen Wunsch geäußert.
Und da werden wir natürlich auch für den nächsten Doppelhaushalt dann ganz viele
Projekte dort mit unterstützen. und ich denke, da wird einiges für die Ortsteile mit bei rumkommen.
Mir geht es ja nicht nur um Geld, sondern auch darum, dass du ja gerade gesagt
hast davor, es bündelt sehr viele Kräfte jetzt. Natürlich, das muss gewuppt werden alles.
Das heißt also, Romy meint, war die Frage, ob denn eigentlich genug da ist und
so weiter. Also wenn jetzt Uhyst auch so ein Projekt stemmen wollen würde, ist das möglich?
Da kann ich zumindest sagen, dass...
Das ist, und die Info hat man jetzt erst vor kurzem reinbekommen,
dass es gerade für solche Gemeinden, wie wir es sind, nicht ausgeschlossen ist,
nochmal einen zweiten Antrag abzugeben für Städtebaufördermittel.
Es muss noch geklärt werden an der Stelle, aber wenn es klappen könnte,
wäre das vielleicht auch nochmal möglich für Klitten oder Uhyst,
solche Städtebaufördermittel zu bekommen.
Nichtsdestotrotz sind auch schon zahlreiche Projekte für die anderen Ortsteile,
mitbedacht und in Umsetzung. Also wir machen zum Beispiel demnächst die Trauerhalle in Uhyst.
Wir planen den Sportplatz in Klitten zu erneuern und haben dort über mehrere
Leader-Projekte und Barrierefreiheit auch schon ein bisschen was umgesetzt.
Wir werden in Uhyst die Wohngebäude der kurzen Straße für rund eine Million Euro sanieren.
Dabei reden wir aber leider nur von einem Gebäude. So viel ist das leider.
Und wir sind heute mal die Liste da durchgegangen und all diese einzelnen Projekte,
waren eine ganze A4-Seite lang, was an Bauprojekten in den nächsten Jahren umgesetzt wird.
Und da wird wirklich jeder Ortsteil mit gedacht.
Super, gut. Dann hältst du uns in einem halben Jahr nochmal auf dem Laufenden,
was bei den anderen Ortsteilen groß noch mit rumgekommen ist,
damit wirklich jeder das Gefühl hat, dass sie nicht vergessen werden.
Und nicht vergessen. Also mir fällt doch gerade wieder auf, also wenn ich jetzt
zum Beispiel in Kringelsdorf oder irgendwo irgendwas gemacht haben will,
es ist trotzdem gut, in Vorarbeit zu gehen und vielleicht schon was vorzubereiten.
Wenn ich jetzt nur zu Hause sitze und sage, kriege ich nichts,
sollte ich vielleicht auch in Vorarbeit gehen und sagen, bei uns ist das sinnvoll,
das könnte wirtschaftlich sein oder nicht. Das bringt jetzt ohnehin einfach,
dann zur Gemeindeverwaltung zu gehen und zu sagen, das will ich auch haben.
Schule und Grundschule ist schon richtig in Boxberg und so muss ja auch gemacht werden.
Und manchmal haben ja Orte dann auch trotzdem Ideen von irgendwas,
wo du denkst, wie soll denn das wirtschaftlich irgendwann jemand bezahlen?
Aber da kann es ja Vorarbeit geben.
Man braucht sich jetzt nicht so hinsetzen und sagen, das macht ja keiner.
Man kann auch mal selber anfangen und schon mal gucken und überlegen,
wie könnte man es machen, wie kann es gehen.
Super, dann komme ich trotzdem nochmal zurück auf die Fernwärme.
Denn bei dem, was gebaut wird, brauchst du ja auch ein bisschen Wärme für den
Winter und Warmwasser auch im Sommer.
Von daher, wie wird das mitgedacht? Wie ist der Stand da generell?
Fangen wir mal an. Also Weißwasser, die haben ja jetzt keine Dauerlieferung
mehr. Da wird also alles steigen, 30 bis 40 Prozent, glaube ich, ungefähr.
Weil die jetzt anmachen, mit Öl zu haben. Also das dann abzufangen irgendwie, oder?
Und wie hat jetzt Boxberg schon einen Vertrag geschlossen mit der LEAG? Oder ist da irgendwas?
Dazu muss man sagen, die Gemeinde schließt da keinen Vertrag mit der LEAG.
Unser Partner ist an der Stelle die Envia therm.
Und die beliefern am Ende den Endkunden. Die Envia therm ist wiederum mit der LEAG im Vertrag.
Und die Envia therm hat das Netz dazu, also zwischen dem Kraftwerk und dem jeweiligen Wohnhaus.
Wir haben einen Wärmeliefervertrag bis April nächsten Jahres mit der Envia therm.
Und wir haben aber noch einen Vertrag darüber hinaus, dass sie das Netz in unseren
Straßen nutzen dürfen bis 2033.
Wir sind im Austausch mit allen Partnern, die damit zu tun haben.
Uns wurde auch schon in Aussicht gestellt, dass die LEAG in Viatherm mit Wärme
aus dem Kraftwerk Boxberg bis Ende des Jahres 27 beliefern möchte.
Und der kleine, aber feine Unterschied zu Weißwasser ist ja die rund 18 Kilometer, die uns trennen.
Und dass wir natürlich mit rund 1000 Einwohnern in Boxberg nicht so einen hohen
Wärmebedarf haben wie die Stadt Weißwasser. Wir reden hier von ca.
2 Megawatt Leistung, thermische Energie.
Und dadurch, dass das Kraftwerk Boxberg selber Wärme benötigt für seine verschiedenen
Gebäude, denken die uns schon noch mit.
Und die LEAG hat ja auch eine Abteilung HEAT gegründet,
die sich dort mit dem Thema befassen und die auch in Zukunft,
siehe Stadt Cottbus beispielsweise, weiterhin auch in Zukunft Wärme liefern möchten.
Und man arbeitet bei der LEAG daran, das Thema Fernwärme weiterhin anzubieten.
Und man ist allerdings jetzt noch in der Planung, was nach 2029 dort an der Stelle kommt.
Wenn die beiden Blöcke dann...
Genau, welche Erzeuger am Ende des Tages die Wärme liefern.
Spannende Thematik, dazu ist dann natürlich auch, was sich da in der Zukunft
noch so im Industriegebiet alles passiert.
Wir haben zum Beispiel immer wieder die Thematik des Themas Rechencenter,
sollte es so ein Rechenzentrum geben, würde das wiederum natürlich die Möglichkeit
geben, Wärme nach Boxberg und andere, vielleicht auch nach Weißwasser mitzuliefern.
Bisher gibt es da zwar noch niemanden, der das baut, aber es wäre natürlich
für die LEAG im Industriestandort ein,
sehr gutes Geschäft, wenn sie natürlich dann auch an so einem Rechenzentrumsbetreiber,
dort den Strom verkaufen könnte.
Und da sind die natürlich sehr interessiert daran. Also ich will es nicht ausschließen,
dass da vielleicht mal in das Taus was hinkommt.
Hinzu kommt, dass die Sächsische Agentur für Strukturentwicklung, die kurz gesagt SAS,
das Thema eines Rechencenters insbesondere für Betriebe und Institute in der
Lausitz speziell für das Kraftwerk Boxberg als Standort untersuchen möchte.
Dazu gibt es am 5.11. in Cottbus einen sehr großen Termin, wo man sich das Ganze
anschaut, wo man überlegt im Prinzip, wie können wir uns dort als Lausitz in
Gänze aufstellen, welche Vorteile bringt das?
Und da ist auch zum Beispiel das DZA mit dabei, aber auch das DZA.
Das Deutsche Zentrum Astrophysik.
Ja, genau. und aber auch einige Unis. Und deswegen ist das wirklich ein spannendes
Thema, weil es natürlich dann auch Möglichkeiten gibt, für die Betriebe vor
Ort einen Mehrwert zu schaffen.
Das heißt, wir sind weiterhin am Thema Fernwärme dran.
Also, du bist aber erstmal optimistisch, dass bei Fernwärme,
also es wird jetzt keiner, ich brauche jetzt keine Angst haben,
dass er dann im kalten Sitz sitzt.
Der Verbraucher muss nicht sofort umsteigen.
Ja, also so ist das Versprechen von den Viertel, und von der Leag,
dass niemand kalte Füße bekommt,
Zusätzlich sind wir noch dabei, natürlich auch die kommunale Wärmeplanung voranzutreiben,
die wir früher nächsten Jahres dann abschließen wollen, wo wir natürlich dann
auch für die gesamte Gemeinde das Thema der kommunalen Wärmeplanung mit angehen möchten.
Wie kann das denn aussehen, wenn ich mir jetzt überlege, wir haben ein paar Gebäude.
Du machst jetzt ein Riesenthema gleich auf.
Ja, es tut mir leid, aber das kommt mir gerade in den Kopf.
Wir haben sozusagen oben in der Siedlung ein paar Gebäude, also mit mehreren
Familien und dann haben wir ein paar Einfamilienhäuser, die an der Fernwärme
dranhängen und dann haben wir irgendwelche Öl- und Gasleute und dann haben wir
auch noch Holzvergaser und sowas.
Und wie soll denn dafür über diesen Mix an unterschiedlichen Heizungsmöglichkeiten
die Gemeinde ein komplettes Konzept entwickeln? Also wie soll das denn aussehen?
Und was soll am Ende dabei rauskommen?
Also sag dann, ich habe mich noch nicht beschäftigt mit diesem Wärmekonzept
für irgendwelche Regionen, deshalb stelle ich so eine blöde Frage jetzt.
Kommt dann am Ende raus, in der Gemeinde Boxberg heizen so und so viel mit dem
und dem und dem und eigentlich sollten sie da und da und da mit heizen und die
Bürger werden angehalten, ihre Heizungssysteme umzustellen?
Oder was kann ich mir vorstellen darunter?
Also der Hauptuntersuchungspunkt ist,
wie viele Verbraucher sind an dem und dem Standort und wo sind Wärmeerzeuger.
Und wie weit sind die voneinander entfernt. Also wenn dann zum Beispiel,
am Beispiel in Weißwasser war es ja so gewesen, dass man zum Beispiel gesagt
hat, die Stölzle Glas, die erzeugen Wärme.
Und das könnte natürlich auch genutzt werden für die Fernwärmeversorgung der
Einwohner. Was heute vielleicht noch gar nicht so genutzt worden ist.
Und da wird natürlich dann in dieser kommunalen Wärmeplanung einfach geschaut,
was steht da zur Verfügung.
Und wer kann einspeisen gegebenenfalls.
Wer kann eventuell einspeisen und wie weit sind die voneinander entfernt und,
welche Größe der Abnahme ist dann da vorhanden.
Und das ist natürlich dann gerade bei uns als ländliche Region dann auch wieder ein Thema.
Dadurch, dass ja sehr weite Wege sind und wenig Verbraucher da sind,
ist es natürlich wieder dann das Thema Wirtschaftlichkeit.
Macht das denn Sinn?
Lange Netze auszubauen und dann wirklich jedes Gebäude dort mit abzusichern.
Oder lieber dezentral.
Oder ist es dann doch so, wie sich viele schon gekümmert haben, dann dezentral.
Oder Dörfer schließen sich zusammen und machen halt miteinander gemeinsam,
wo du dann aber Sicherheit haben musst, dass dann die wieder wirklich mitmachen.
Was immer du machst halt.
Und jetzt nochmal eine von diesen dummen Romy-Fragen. Also wenn wir jetzt ganz
viele Leute haben, die im Sommer Solar
produzieren, also Strom produzieren sozusagen, über ihre Solardächer,
das geht ja ins Stromnetz, aber könnte dieser Strom dann sozusagen auch zum
Warmwasser umgewandelt werden?
Das heißt, könnte das sozusagen, ihr wisst, was ich meine, ja,
sozusagen ein Blockheizkraftwerk stromen, um dann Warmwasser,
ist ganz doof, die Frage, ne, schneiden wir dann bitte raus.
Ne, wir schneiden die nicht raus. Ne, das ist ja ein gutes Thema,
aber das ist, ne, das, also die Dächer jetzt von Privaten und so,
um das dazu nutzen, die sollen mal am besten ihren Strom speichern in ihre Batterien
oder in die Autos oder so, das macht viel mehr Sinn.
Also sobald du in das Netz einspeist, kommen ja Netzentgelte und so weiter oben
drauf und dazu und das funktioniert dann eben.
Was du möchtest, ist ja, dass es günstig ist. Du willst das erst gar nicht ins
Netz einspeisen, aber so wie du es gerade meintest, mache ich das zu Hause so bei mir.
Damit speise ich es nicht ins Netz ein, womit kommen diese ganzen Netzentgelte
nicht auf diesen Stromkosten drauf. Wenn ich es jetzt meinem Nachbarn verkaufen
wollen würde, wo es ja eigentlich gerade hingehen soll, würden zurzeit noch
Netzentgelte draufkommen, obwohl es mein Nachbar ist.
Das heißt also, ich benutze gerade die Netze nicht, aber gleichzeitig muss man
auch irgendwie die Netze erhalten, natürlich in Deutschland und auch in unseren
Gegenden. Und deswegen, das Thema ist so riesig, Romy.
Okay, dann mach mal einen anderen, also dann machst du eine andere Sendung dazu.
Frage gestrichen, weiter im Text.
Wie viel Zeit haben wir denn noch?
Na, wir haben noch so viele Themen hier. Also wir sind jetzt durch mit der Ferne.
Wollen wir gleich bei Carbon weiter oder erstmal was Einfacheres?
Na, wir könnten ja, also eigentlich passt es sozusagen, weil wir ja mit der
Leer machen mal Industrie weiter und kommen dann irgendwann zum See.
Okay. Batteriespeicher, Wasserstoff, Carbon. Worüber willst du als erstes reden?
Carbon ist ja wahrscheinlich jetzt auch schon langsam so ein Wohlfühl-Ding,
oder? Weil es wird ja jetzt gebaut, geht jetzt los.
Im September war Baustart gewesen. Die Firma Züblin hat den Zuschlag bekommen,
als Generalunternehmer, glaube ich, oder Hauptaufträger, Hauptauftragnehmer.
Und ja, es geht los.
Und wie viele Studenten aus Chemnitz kommen dann her?
Studenten, das weiß ich noch nicht. Wir haben circa zehn Personen,
die hier in der Region arbeiten.
Und es ist ein gutes Team, das wird weiter wachsen und ich bin zuversichtlich,
es soll 2028 fertig sein und ja, dass dann wirklich dort ein großer Leuchtturm entsteht,
und wirklich, und das ist ja wirklich was ganz Tolles, dass wir am Ende des Tages hier,
Wissenschaft, Forschung hier in unserem beschaulichen Boxberg stattfindet und
das denke ich, das ist ein großes, dickes Ausrufezeichen, wo man wirklich uns
darauf freuen kann, was dann noch kommt.
Und da ist es dann einfach natürlich das Ziel, diese angewandte Forschung mit
Unternehmen umzusetzen, neue Produkte zu entwickeln und Firmen in die Region zu holen.
Also da kommen mir ganz kreative Ideen, dass man eventuell die Bürger da mal
einladen könnte zu so einer Tag der offenen Tür, damit die sich das angucken
und vielleicht gibt es ja den ein oder anderen Tüftler, der Bock hat,
da irgendwie mit zu kreativ rum auszuprobieren irgendwas.
Naja, nur so ein Gedanke.
Das kann man sicherlich mit der TU dann besprechen. Kann ja den TU.
Ja, das ist ja dann die ja, die können ja auch senden. Und es gibt ja immer
noch die Sendung mit der Maus, die jedes Jahr Tag der offenen Türen machen.
Das klingt jetzt vielleicht doof, aber die machen jedes Jahr Tag der offenen
Türen einmal, wo du halt in Firmen oder Unis, da machen die ganzen Sachen auf,
bewerben, also sagen halt hier...
Na, Mario, das ist doch was für dich. Dort mal anrufen und die herholen.
Nein, die holt man nicht her, sondern es gibt einmal im Jahr,
das einfach klar ist, an diesem Tag wird vier Kinder, wir können Firmen die
Türen aufmachen, Institute, Unis und so weiter.
Und dann stehen die halt auch, gehst du bei der Sendung mit der Maus,
gehst du drauf auf die Webseite und siehst halt direkt da, hier kann ich in
der Nähe da hingehen, da ist das, da ist das.
Dann kannst du mit deinen Kindern hingehen und dann wird denen da schön erklärt
und nicht nur den Kindern, sondern den Erwachsenen auch, weil manchmal ist die
Erklärung, wie es die Sendung mit der Maus macht, ja ziemlich gut.
Und sowas könnte man sich dann mit der TU zum Beispiel auch vorstellen,
wenn die dann fertig sind da.
Das ist eine coole Idee. Halten wir fest.
Aber es ist 2028 irgendwann dann.
Das ist schon eigentlich morgen. Also wie so viele andere Sachen,
die schon morgen so sind. Gefühlt.
Okay, raus aus dem Kraftwerk, hin zum See.
Also Batteriespeicher und das alles.
Ach so, da war ja auch noch was.
Wie geht es da denn eigentlich weiter?
Thema Batteriespeicher. Der Kraftwerkstandort wird weiterhin ein Energiestandort bleiben.
Wir haben ja die Big Battery Oberlausitz mit ca. 130 Megawatt.
Megawatt müsste jetzt die nächsten Wochen, glaube ich, an den Start gehen.
Und wir hatten den Baustart, den offiziellen Spatenstich in Boxberg gehabt für 400 Megawatt.
Ein Projekt zum Thema Gigawatt Factory von der LEAG.
Und das sind natürlich, wenn man sich das mal so legt, allein schon über 500 Megawatt.
Also quasi die Leistung von einem Block, was dann am Ende steht.
Und die LEAG plant noch weitere Batteriespeicher.
Auch in Boxberg. Und ich denke, das Thema und dass die LEAG sich darum beworben
hat, auch für den Standort Boxberg, Gaskraftwerke zu errichten,
ist ein sehr gutes Zeichen.
Und wir hoffen natürlich und drücken die Daumen, dass dann Anfang November von
der Bundesnetzagentur einen Zuschlag, die LEAG bekommt und im besten Fall dann
auch für das Kraftwerk Boxberg.
Man hat sich zwar dort mit zwei Megawatt, mit zwei 500 Megawatt Blöcken für
Gaskraftwerke beworben.
Es wird natürlich schwierig, weil deutschlandweit dort wirklich sich drumherum beworben wurde.
Aber dass man an den Standardboxberg glaubt, auch in Cottbus und in Prag,
ist denke ich eine ganz wichtige Sache und ich hoffe natürlich,
dass man dort ein Stück vom Kuchen abbekommt.
Und das würde natürlich auch weiter Arbeitsplätze sichern, das würde den Energiestandort
sichern und weiterhin auch attraktiv machen als Energiestandort.
Wie sicher ist denn das mit Sicherheit in Bezug auf diese Energiespeicher,
Abbrennen, Abgase, generell irgendwie Umweltverträglichkeit und so?
Das wird ja von den einzelnen Behörden vorab geprüft. Wir haben,
so habe ich das schon mit den Gesprächen mit dem Kraftwerksleiter auch geführt,
wir werden beispielsweise im nächsten Jahr,
mal einen Termin mit den Feuerwehren machen, um im Prinzip wirklich diese Fragen zu klären.
Mir hat aber da an der Stelle schon die Berufsfeuerwehr gesagt,
nicht die Berufsfeuerwehr, ja, die Werksfeuerwehr, dass, das sage ich jetzt
mal, auf dem höchsten, modernsten Standard alles stattfindet.
Und es ist so, sobald sich dort, das ist auch viel computergesteuert,
sobald dort einzelne Zellen sich,
über den normalen Temperaturen bewegen, werden die, bevor da irgendwas passieren
könnte, dass die zu hohen Temperaturen bekommen, werden die vom Block entfernt,
sodass es gar nicht zu einer,
extremen Erhitzung oder irgendwas kommen kann.
Und deswegen sind da ganz, ganz hohe Sicherheitsstandards. Und ich.
Okay, die Batterien müssen ja gefüllt werden mit Strom.
Der Tagebau Reichwalde soll ja dann wahrscheinlich von der LEAG dann komplett
Windkraftanlage werden.
Das wird ja wahrscheinlich das Größte, was es dann in der Region hier gibt.
Was sagt die Gemeinde oder was sagt ihr dazu?
Naja, es ist so, es gibt ja den Regionalen Planungsverband für die Regionen
des Landkreises Bautzen und Görlitz.
Dort wurden ja diese Windvorranggebiete ausgewiesen.
Dort ist es so, dass der Landkreis Görlitz mit die größten Flächen bekommen
hat, im Vergleich zum Landkreis Bautzen, weil dort insbesondere ja von der Astrophysik
dieses Untergrundlabor hinkommen soll.
Und an der Stelle, wo dort eventuell dieses Untergrundlabor hinkommen könnte.
Dürfen aber keine Windräder wegen den Schwingungen und so weiter hinkommen.
Deswegen haben wir besonders viel.
Der Truppenübungsplatz hat von diesen Flächen ganz viel weggenommen und deswegen
kann leider, das ist meine Meinung von,
muss ich hier deine Meinung bilden, aber zumindest beim Thema Windkraft ist
es so, dass der Tagebau Nochten ganz viel Potenzial nicht umgesetzt werden kann.
Also ich sage mal, mitten im Tagebau Nochten, wo es wirklich kilometerweit von
den Nordnern, Spreiern, Weißwasseranern entfernt wäre, ist halt leider mit der
toben Übungsplatz oder hat dort seine Flugschneise. Dort kommt nichts hin.
Auch der nördliche Teil vom Tagebau Reichwalde wird aufgrund der Bundeswehr
für Windkraft nicht geeignet sein.
Der Regionale Planungsverband hatte vorgesehen, bis Ende 27 1,3 Prozent der
Landfläche auszuweisen für Windkraft.
Ja.
Jetzt sind alleine mit dem Wegfall von rund 300 Hektar Potenzialfläche im Tagebau
Nochten auch noch ein bisschen was vom Tagebau Reichwalde. Also fehlen,
glaube ich, so um die 800 Hektar, die dort neu gesucht werden müssen.
Und da sind wir natürlich trotzdessen noch weit weg von den 2-Prozent-Zielen.
Und ja, es wird so aktueller Standes an der Stelle, dass wir als größte Gemeinde
Boxberg, 217 Quadratkilometer immer noch an der Stelle natürlich eines Tages
irgendwann Windkraft haben werden.
Gleichzeitig wollen wir natürlich auch in der Energieregion bleiben.
Deswegen wird das Thema uns dort irgendwann treffen.
Und sicherlich wird das ein oder andere Windrad dann in der Zukunft Tagebau Reichwalde stehen.
So ähnlich wie das auf der Rietschner Seite stattfinden wird.
Was mir bisher bekannt ist.
Das ein oder andere heißt aber wirklich richtig viel. Also nicht das ein oder
andere, oder? Also wie schon gesagt, die müssen ja ihre Batterien irgendwie
vollkriegen. Wie wollen sie die vollkriegen?
Und aus der ganzen Lausitz. Also zum Beispiel in Forst wurden ja auch zahlreiche,
Windräder von der LEAG mit aufgestellt und das betrifft die ganze Lausitz.
Und ich sage mal zum Beispiel, wenn wir jetzt nochmal kurz auf den Regionalplanungsverband
gucken, das was beispielsweise um Schleife herum passiert, das ist nochmal ein
ganzes Stück weit mehr was auch im Vergleich zur Gemeinde Boxberg.
Also dort ist ja unser, ich sag mal, der gesamte südliche Teil alles was Uhyst
Klitten betrifft erlegt schon mal wegen der Biosphäre komplett raus und im Norden
teilweise, wie gesagt, durch den Truppenübungsplatz und ja, in Reichwalde,
wird das eine oder andere dann am Ende stehen wie viele es dann am Ende des
Tages mal sein werden, lässt sich nicht sagen, aber wir sprechen da nicht von 20, 30 Windrädern Okay.
Sondern von wenigern.
Okay, dann warten wir das ab. Im nächsten halben Jahr wissen wir mehr.
Und im nächsten Geschichten.
Vielleicht.
Also es liegen keine Pläne vor.
Okay.
Mein Problem ist immer dabei auch trotzdem noch, dass dieser Strom,
also wir sagen immer, wir wollen in der Energierregion bleiben,
finde ich total super, aber ja nur dann, weil sich dann noch Industrie ansiedelt
deshalb, weil diese Energie wird ja nicht mehr viel Wertschöpfungsköpfe schaffen dann sozusagen.
Ja, aber das hat die LEAG, denke ich, an der Stelle schon...
Auf dem Schirm und ich sag mal, das ist wirklich das Thema, dass Aber die LEAG
sagt ja selber auch schon.
Flächen haben sie, aber Investoren fehlen noch.
Also die erneuerbaren Energien mit Wind und PV werden in der gesamten Lausitz
eingesammelt, landen dann bei,
so ganz kurz gesagt, landen dann im Kraftwerk Boxberg unter anderem in den zahlreichen
Speichern, die dort entstehen und die LEAG prüft natürlich dann auch ein internes
Verteilnetz anzubieten, um unter dem.
Strompreis zu bleiben und die LEAG plant,
auf dem Gelände des Altkraftwerkes Flächen zur Verfügung zu stellen für neue
Industrien und das ist wirklich ein Riesenvorteil.
Wir haben damit, und das ist, denke ich mal, der große Hebel,
den wir im Strukturwandel dann haben.
Wir haben mit dem Kraftwerksgelände 400 Hektar Industriefläche.
Wir haben die Fachkräfte vor Ort, die natürlich nach neuen Möglichkeiten suchen.
Und wir haben einen günstigen Stromanbieter, der natürlich dann mit der LEAG
ganz viel Know-how dort mitbringt.
Und das ist eine sehr gute Kombination.
Ich war ja jetzt letzte Woche erst bei der Expo Real gewesen,
der größten Investorenmesse in München, habe mich dort mit
dem Rheinischen Revier unterhalten, aber auch beispielsweise mit der Baubürgermeisterin
von Zwickau-Chemnitz, die natürlich mit dem Thema als VW-Standort,
große Herausforderungen haben und noch deutlich größere Herausforderungen haben
als mit dem Kohleausstieg,
was die Arbeitsplätze betrifft. Und...
Die haben zu mir gesagt, also mit der Fläche habt ihr ein riesiges Fund.
Und wenn die das sagen, dann kann man da schon sagen, da versteht jemand was davon.
Naja, also es muss aber halt was her, damit das dann nutzbar gemacht wird.
Also das Rechenzentrum ist ja wirklich eine gute Idee, wenn sowas kommt,
weil die brauchen Strom, die geben Abwärme ab. Und so eine Industrie muss ja dann noch hin.
Und damit auch die Leute kommen, nicht nur die Investoren, sondern auch die
Arbeiter, wollen wir natürlich eine lebenswerte Region bleiben,
beziehungsweise uns noch mehr verbessern und dazu gehört natürlich als ein Teil der See.
Wie sieht es denn da aus mit dem Großprojekt Hotel?
Das wird jetzt wieder kein Wohlfühlprojekt, oder?
Ich bin jetzt erst mal beim Hotel. Das ist für mich noch Wohlfühlen.
Danach kommt noch mal ein Hammer.
Wie sieht es aus? Wie ist der Stand?
Da kann ich jetzt leider wenig Neues dazu sagen. Also wir sind all die Jahre
weiterhin mit dem Investor im Austausch.
Er wird einen neuen Anlauf nehmen. Er hat das Thema nicht auf Eis gelegt.
Er geht dort neuem Konzept nach.
Aber das ist alles noch ein bisschen zu frisch, um da jetzt wirklich schon in
die Außenbärmung großartig zu gehen.
Aber ich werde nächste Woche, nee, in wenigen Tagen erst nochmal sehen dazu.
Und da werden wir uns natürlich dann nochmal über die Möglichkeiten austauschen.
Sehr schön.
Damit hast du ja schon ziemlich viel gesagt. Also er ist immer noch dran,
das irgendwie machen zu wollen.
Und der Streit, der mit dem Lausitzer Seenland entfacht ist,
der wird ihn nicht davon abhalten, herzukommen.
Das denke ich nicht.
Doch, kommt gleich der Hammer, ey.
Den gebe ich gleich mal dezent an dich ab, Mario.
Nee, mach mal, Romy.
Doch, doch, nee, ich habe keine Frage dazu.
Ich ja auch nicht. Also außer, dass vielleicht erstmal die Leute vielleicht
verstehen sollten, was ist eigentlich der Unterschied zwischen Lausitzer,
also der Zweckverband, den gibt es und es gibt das Lausitzer Seenland. Das ist ein Verein oder?
Also wir haben den Lausitzer Zweckverband auf der sächsischen Seite und wir
haben einen Tourismusverband, der Brandenburg und Sachsen bespielt.
Im Zweckverband sind wir die einzigste Gemeinde im Landkreis Görlitz.
Alle anderen befinden sich im Landkreis Bautzen.
Und ja, im Tourismusverband geht es halt mehr um das Thema Marketing.
Außenwerbung, auf Messen gehen, für die Region werben.
Wenn sich Leute schon mal gewundert haben, warum auf einmal letztes Jahr zum
Beispiel so viel Polen da war, was halt bedeutet hat, dass Lausitzer Seenland
hat halt im letzten oder vor zwei Jahren ganz viel Werbung in Polen gemacht,
sodass dann halt mehr Polen kommen. So kann man auch mal schön feststellen,
wo macht Lausitzer Seenland gerade Werbung.
Weil die Sprache wird dann meistens auch da gesprochen.
Genau. Und der Zweckverband hat sich die letzten Jahre über verschiedene kleinere
Infrastrukturprojekte gekümmert, wie zum Beispiel,
Wegeleitsysteme, das Kilometrierungssystem rund um den See.
Kilometrierungssystem?
Das sind diese kleinen Kegel, wo GPS-Daten um sind, alle 500 Meter um den See.
Falls du mal mit dem Fahrrad einen kleinen Unfall hast und dann sagen kannst,
dem Rettungsdienst oder der Feuerwehr, ich befinde mich dort und dort.
Ach so, was gibt es da?
Cool.
Da habe ich wieder was zu neu rein.
Zu schnell mit dem Rad rumgefahren.
Genau.
Okay, und was ist da jetzt der große Eklat und der große Streit,
auch wenn du wahrscheinlich schon tausendmal darüber geredet hast?
Aber ich glaube, manche wissen es immer noch nicht.
Naja, das ist, wir sind, ich glaube, seit 2012 in dem Zweckverband drin.
Und es gab im vergangenen Jahr die Überlegung, das Umlagesystem,
also die Finanzierung des Zweckverbandes neu aufzustellen.
Wir waren als Gemeinde Boxberg dort immer mit ca. 14.000 Euro pro Jahr dabei,
und hatten natürlich dort die Möglichkeit, sich gegenseitig auszutauschen,
Ideen zu entwickeln, kleinere Projekte umzusetzen.
Also es gab jetzt dort den Ansatz, dieses Umlagesystem zu ändern,
auf die Übernachtungszahlen zu ändern.
Dort einen größeren Abgleich zu finden. Wir haben jetzt Boxberg mit rund 60.000
Übernachtungen im Jahr im Lausitzer Seenland auf der sächsischen Seite,
allerdings mit den besten Übernachtungszahlen, was das angeht.
Ja.
Und damit wird dieser Umlageschlüssel bei uns dazu führen, weil man das einige
Jahre nicht mehr gemacht hat, dazu führen, dass wir diesen Umlagebetrag,
dass der sich vervielfacht.
Also von 15.000 auf 70.000 Euro.
Wir sind inzwischen bei der neuen Meldung bei über 90.000 Euro.
Das ist ja nochmal gestiegen jetzt, ja stimmt.
Genau. Und das,
sahen wir nicht als gerechtfertigt, insbesondere weil beispielsweise Wirtschaftsplan
für die nächsten Jahre auch keine großen Projekte in Boxberg vorgesehen sind.
Und dann kann man natürlich argumentieren, dass Boxberg all die Jahre sehr profitiert
davon hat, dass wir in dem Zweckverband drin waren.
Dem möchte ich widersprechen, denn wenn man zum Beispiel an das Anlagevermögen
um den Bärwalder See sieht, mit Projekten, die wirklich vom Zweckverband umgesetzt
worden sind mit Fördermitteln, haben wir dort einen Restbuchwert von 3000 Euro.
Und ich denke mal, dass der See sich so entwickelt hat.
Das liegt insbesondere daran, dass wir als Gemeinde in den vergangenen vielen
Jahren große Eigenmittel als Gemeinde reingesetzt haben.
Also beispielsweise ist der Campingplatz in Boxberg, der Sternencamp,
allein durch Eigenmittel der Gemeinde entstanden.
Die B-Pläne wurden von uns finanziert.
Es gab zahlreiche Private, die Geld in die Hand genommen haben.
Wenn ich zum Beispiel an die Markise denke, wenn ich an die Arche in Klitten denke.
Und natürlich auch einige Bundestagsabgeordnete oder Landtagsabgeordnete aus
der Region, aber auch der Landkreis Görlitz, der sich dort in den vergangenen
Jahren dort sehr stark gemacht hat.
Und die Unterstützung haben wir in den letzten Jahren viel und bei Weile nicht
mehr so stark wahrgenommen.
Hinzu kommt, dass schon von meinem Vorgänger Haushaltskonsolidierungskonzept,
immer zur Debatte stand, aus diesem Zweckverband mal auszutreten.
Das hatte bisher noch niemand gemacht.
Jetzt hast du die A-Karte. Und natürlich dann mit dieser enormen Preissteigerung,
von rund 100.000 Euro pro Jahr kann ich das nicht mehr so stehen lassen. Hinzu kommt, es,
wird sich vorgenommen, größere Infrastrukturmaßnahmen wie zum Beispiel einen
Hafen, Klappbrücken über den Zweckverband zu bauen.
Und das sehen wir als Gemeinde sehr kritisch.
Was ist ein Klappbrücken? oder hab ich grad was?
Na, Klappbrücken im Prinzip, es gibt ja diesen Fünf-Seen-Verbund und wenn du
dort die Brücke hast und ein Segelschiff durch möchte, musst du natürlich das,
auch mal wieder öffnen können.
Genau, und dadurch, dass das ja von uns ein ganzes Stück weit weg ist und ich,
gönne denen das alles und ich bin da voll dafür und ich bin ein großer Fan vom
Lausitzer Seenland und vom Fünf-Seen-Verbund.
Aber am Ende des Tages kann ich nicht sagen, dass wir das, und so war der Auftrag
am Ende des Gemeinderates gewesen, der gesagt hat, ja, wir können uns auch noch
weiterhin vorstellen, im Zweckverband zu bleiben.
Wir wollen auch solidarisch bleiben und da ein Stück weit das mittragen. Aber.
Das nimmt am Ende dort eine Summe an, die man sich als 4200 Einwohnergemeinde
dann mal reichlich überlegen muss.
Und wenn dann, ja, also ich sag mal, man muss es ja auch mal so rechnen,
also wenn ein anderer Zweckverband mir am Ende des Jahres sagen würde,
ich mache mal so ein Abwasserzweckverband beispielsweise,
wir haben dort eine Fehlbetragsfinanzierung, wir haben dort falsch kalkuliert,
liebe Gemeinde, wir bräuchten dann doch nochmal dieses Jahr 100.000 Euro,
dann ist wirtschaftlich dort einiges im Argen.
Und deswegen muss man da einfach, finde ich, schauen, wie man den Zweckverband
besser ausrichtet, wie dort eine andere Finanzierung möglich sein kann.
Da kam dann unter anderem die Thematik der Gästetaxe, also eine Art Kurtaxe,
ins Spiel, die der Tourist bezahlt.
Warum gibt es die eigentlich noch nicht?
Die gibt es deswegen noch nicht, weil wir sagen, von diesen rund 60.000 Übernachtungen
ist auch ein sehr großer Teil betrieblich bedingt.
Und das wiederum hat natürlich dann wenig mit dem Touristischen zu ziehen.
Müsste wahrscheinlich dann auch abgezogen werden.
Plus dem Verwaltungsaufwand, plus der Software, die du dafür bezahlst.
Also es gibt Überlegungen, dass so eine Software dann schnell 10.000 oder 20.000 Euro kostet.
Mit dem Aufwand plus dem Erklären für die Einrichtungsbetriebe,
die das ja abführen müssen, die den Leuten das vor Ort erklären müssen.
Und da sagen wir, lass mal dieses zarte Pflänzchen Tourismus noch ein bisschen
gedeihen, bevor wir da jetzt wieder mit dem Thema irgendwelchen zusätzlichen Steuern kommen.
Und das ist sicherlich ein Thema für die Zukunft, wo man dann sagt,
ja, wenn dann beispielsweise so ein Hotel dort steht oder noch ein größerer
Komplex, was dann natürlich auch unsere kommunale Infrastruktur vielleicht noch
ein Stück weit mehr belastet.
Was es wird.
Ja, logisch. Aber aktuell bin ich jetzt noch nie in der Situation.
Warum sind wir jetzt nicht mehr im Lausitzer Seenland? Oder sind wir noch drin?
Natürlich sind wir weiterhin im Lausitzer Seenland.
Die Retourkutsche war ja dann unter anderem gewesen, dass man gesagt hat,
dann tretet auch bitte aus dem touristischen Verband aus.
Das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun.
Gut. Hendryk nickt.
Also, naja, also ist doch logisch.
Der Meinung bin ich ja eigentlich auch, außer dass es halt manchmal Klüngelei
gibt, halt in alle Richtungen.
Und wir haben als Gemeinde gesagt mit dem Gemeinderat, wir wollen natürlich
gerne Teil sein, weiterhin von Blau zu sehen. Wir wollen das weiter unterstützen.
Wir arbeiten gerne weiterhin in den verschiedenen Arbeitsgruppen im Marketing
zusammen. Wir wollen natürlich da auch unseren Umlagebeitrag bezahlen.
Und wenn ich dann zum Beispiel sehe, dass auch beim Tourismusverband wurden
um einige hundert Euro die Mitgliedsbeiträge erhöht.
Daraufhin sind einige Gemeinden ausgestiegen.
Und wir hingegen klagen jetzt, dass wir in diesem Tourismusverband bleiben dürfen.
Ihr klagt jetzt, dass wir im Lausitzer Seenland bleiben dürfen.
Richtig.
Cool. Hoffentlich gewinnen wir. Also ich würde da ungern raus,
weil das ist halt wirklich, das ist eine riesengroße Marketingmacht in der Ecke
hier bis nach Finsterwalde rein, die komplette Region, diese ganzen Seen.
Das ist schon Wahnsinn, was die an Arbeit leisten. Also da sind auch sehr gute
Leute, die da Marketing machen und die Ahnung haben.
Die machen schon richtig was für die Region. Da rauszumüssen,
wäre schon ganz schön krass, finde ich. Das musst du erst mal selber stemmen
können, was die da machen.
Ja, also ich mit meinem kleinen Tourismusherz gucke da auch manchmal auf die
Broschüre vom Lausitzer Seenlands und sehe Boxberg relativ wenig vertreten,
wo wir doch so einen großen See haben. Also deshalb, aber okay,
da kann man doch nicht drüber streiten.
Warte mal, der große See reicht nicht. Du brauchst doch immer wieder natürlich
die Belegung. Du brauchst ja Platz, dass die Leute auch irgendwo,
also du kannst nicht so die Werbung drüber machen.
Du brauchst trotzdem die Plätze, wo die Leute dann auch schlafen können.
Das ist schon klar. Aber so klein vertreten in dieser Broschüre und so.
Aber gut, wir werden sehen, wie sich das zukünftig gestaltet.
Welche Konsequenzen hat das denn, dass wir jetzt aus diesem Zweckverband ausgetreten
sind, außer dass wir uns Kohle sparen?
Noch sind wir ja drin.
Also Geld meinst du?
Ja, genau. Noch sind wir drin, aber wenn wir jetzt aussteigen werden...
Also warum sind wir noch drin? Ich denke, der Gemeinderat hat beschlossen,
dass wir da nicht mehr drin sind.
Es muss eine Auseinandersetzungsvereinbarung getroffen werden.
Du kannst dann nicht das einfach so wie ein Zeitungsabo kündigen.
Ach nee, warte mal, der Gemeinderat hat beschlossen, dass ihr darauf hinwirken
sollt, dass wir austreten. Richtig, richtig.
Und natürlich jetzt muss mit den einzelnen Mitgliedern des Zweckverbandes dort
erstmal eine Vereinbarung gefunden werden, dass das für beide Seiten in Ordnung ist.
Weil am Ende muss die Mitgliederversammlung darüber abstimmen.
Ist du noch im Vorstand da?
Im Tourismusverband. Zweckverband.
Da bist du nicht im Vorstand.
Okay, also...
Also man merkt schon, für mich ist das immer sehr verwirrend.
Was ist jetzt eigentlich was hier? Das liest sich manchmal auch schwierig und
manchmal habe ich nicht den Kopf gerade so, was war das jetzt?
Genau, also wollte ich auch gerade sagen, unabhängig von diesem Thema,
die ganze Zeit jetzt schon ist es, ich will nicht sagen Wortklauberei,
aber es ist wirklich wichtig, dass man auf die Begrifflichkeiten achtet,
also dass man genau hinhört,
und genau darauf achtet, was man sagt, damit man auch über die gleichen Dinge spricht.
Speckverband, lass uns versehen.
Ja genau, nicht nur das, sondern auch Carbon Valley und Net Zero Valley und
keine, also diese, also diese.
Naja, aber wenn Leute Buzzwords erfinden, müssen sie leider damit rechnen,
dass Buzzwords irgendwann um die Ohren fliegen.
Ja, also ich bin ja bei dir, aber gerade wenn wir uns darüber austauschen,
müssen wir uns klar darüber sein, worüber wir sprechen und wenn wir uns über
etwas aufregen, müssen wir auch gucken, ob wir uns über das Richtige aufregen,
und eventuell nochmal nachfragen, wenn wir nicht genau wissen,
ob es das ist, worüber wir eigentlich sprechen wollen.
Also Seenland oder Zweckverband.
Okay, also wo seid ihr gerade? Wo habt ihr Klage eingereicht?
Und wie groß sind die Erfolgschancen bei der Klage?
Also wir klagen, wenn ich das richtig verstanden habe, beziehungsweise die Gemeindeverwaltung
klagt, dass sie im Lausitzer Seenland in der Marketinggeschichte bleiben kann.
Richtig.
Und es ist noch in der Schwebe, ob wir aus dem Zweckverband… Warum müssen.
Wir da klagen? Kann man einfach rausfliegen?
Es gab im Sommer eine Mitgliederversammlung vom Tourismusverband auf Initiative
des Landkreises Bautzen,
uns auszuschließen, sobald wir aus dem Zweckverband austreten.
Ach du große Scheiße. Und um gewisse Fristen zu wahren, haben wir dann gesagt,
gegen diesen Beschluss möchten wir klagen und sagen, wir haben uns nichts nach
Lautsatzung, nichts zu Schulden kommen lassen,
und wir würden doch gerne in diesem Tourismusverband bleiben.
Die Herleitung in dem Beschluss, dass wir aus dem einen austreten und daraufhin
aus dem anderen ausgeschlossen werden, hat sich uns auch nicht direkt erschlossen.
Es ist auch laut Satzung nicht notwendig und beispielsweise ist die Gemeinde
Schleife im Tourismusverband, aber nicht im Zweckverband.
Und damit sage ich mir.
Passt das nicht. Also es klingt aber, als wenn da irgendjemand richtig angefressen
ist, warum auch immer und da so viele Steine in den Weg werfen will,
wie möglich sozusagen. Also das ist ja Ostenstadt zu sagen.
Es ist ja echt.
Manchmal ist es, wie es ist.
Da will man eigentlich nicht Bürgermeister dann sein, oder? Das sind die Momente, oder?
Alles gut, gehört dazu.
Ach Mano, ey.
Ach Mano, ey. Genau. Also die Hälfte deiner Amtszeit ist ja jetzt rum.
Schon fast. Steht zumindest auf meinem Zettel hier, den Mario in zweiter Weise vorbereitet hat.
Worauf guckst du denn dankbar schon mal zurück?
Dankbar zurück?
Also ich sage mal, wir haben uns, denke ich mal, gerade in diesem riesigen Thema
Strukturwandel inzwischen dort ordentlich geruckelt hat, jetzt inzwischen gut aufgestellt.
Ich denke mal, wir haben zahlreiche Beteiligungsformate gemacht,
wenn ich daran erinnere, das Integrierte Gemeindeentwicklungskonzept, das.
Städteentwicklungskonzept für Boxberg. Daraufhin durften wir auf diese 300 Seiten
Papier, die da entstanden sind, überhaupt erst den Antrag für den Städtebaufördermittel stellen.
Dass dann am Ende daraufhin 10 Millionen Euro Fördermittel in die Region kommen,
ist eine ganz tolle Leistung.
Wir haben zahlreiche Projekte über LEADER, über vitale Dorfkerne in den Dörfern
umgesetzt, die wir oftmals vergessen wurden.
Wir haben jetzt zum Beispiel gestern erst nach über sechs Jahren,
also das ist noch teilweise Arbeit von meinem Vorgeher, aber die ÖPNV-Schnittstellen,
das heißt den Bahnhof oder die Haltestellen in Klitten und Uhyst von rund einer
Dreiviertelmillionen Euro bekommen an Fördermitteln, um dort wirklich dieses
Park & Ride besser auszustatten,
Ja, und ich denke mal, es sind wirklich ganz viele Themen auch umgesetzt.
Wir sind als, denke ich mal, und da bin ich auch ein Stück weit stolz,
Sprecher der Lausitz-Runde auf der sächsischen Seite zu sein,
dort wirklich unsere Belange, ob nur im Landkreis, im Freistaat, beim Bund, in Berlin,
aber auch in Brüssel, dort wirklich uns als gesamte Region zu vertreten.
Ich denke, auch dort die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen im
Umland ist da ganz, ganz wichtig.
Und ich denke mal, da haben wir wirklich schon ganz viel auf die Schiene bekommen.
Was auch manchmal vielleicht hinten runterfällt.
Und am Ende des Tages kann man da wirklich als Gemeinde Boxberg,
doch schon sehr froh sein, was wir alles vor der Haustür haben,
was noch in den nächsten Jahren kommt und wenn ich wirklich mal am Ende... Ja, jetzt um dich.
Ja, glaube ich, oder? Es geht erst mal nur um dich. Was dir denn jetzt,
weil es ist halt die Halbzeit sozusagen und was ist denn das Projekt,
wo du sagst, da bin ich so richtig stolz auf. Gerade merkt man,
du hast es ja auch gesagt, dass du auf irgendwas richtig stolz bist.
Ja, da merkt man vielleicht an der Stelle, dass man vielleicht selber auch manche
persönliche Wünsche ein bisschen zurücksteckt.
Ich wurde vor ein paar Tagen zu Hause auch gefragt, was ich mir zu Weihnachten
wünsche. Ein Ärztehaus.
Und wenn dann ganz lange nichts kommt und ich mir sage, also wenn wir das Projekt
noch in der Gemeinde umsetzen können, und wenn das und das geklärt ist,
da wäre ich richtig froh, also das wäre ein riesen Weihnachtsgeschenk.
Ja, dann merkt man, dass ich wahrscheinlich fast 24-7 dort in den Themen behaftet bin.
Und nee, also ich denke, da sind so viele Punkte, ich möchte da kein Einzelnes rausziehen.
Aber also...
Ach, da ist ja auch der 24-7-Markt am Reichwalde.
Wann wird der eigentlich? Wann geht der auf? Anfang November?
Es soll im November sein. Ich hoffe, es wird alles so funktionieren,
wie der Betreiber sich das dann vorstellt und dass das wirklich ein Startschuss
ist für eine bessere Daseinsvorsorge.
Wir haben ja auch das Thema, denke ich mal, auch lang beleuchtet.
Ja, sehr lange.
Das wird noch nie aufhören.
Glaube ich.
Und ich denke mal, da wird vielleicht auch noch das eine oder andere kommen.
Deswegen ist es ja auch gut, dass der Laden jetzt da ist, weil dann hat man
wirklich mal, man sieht mal, wie wird sowas benutzt. Also es ist einfach mal
eine gute Studie auch gleichzeitig nebenbei.
Ja, ja.
Ja, Halbzeit. Hast du denn vor, noch mal zu kandidieren?
Jetzt kannst du nur sagen.
Ja.
Aber musst du auch nicht sagen.
Nee, du musst auch nicht sagen. Ist ja noch eine ganze Weile hin.
Und du hast ja noch ein paar Projekte, die du erfolgreich umsetzen willst und
wahrscheinlich auch bis zum Ende hin begleiten möchtest. Und ein Zuhause hat er auch noch.
Das darf man auch nicht vergessen. Genau.
Aber dann erledigt sich die Frage eigentlich selbst. Denn nach 29 sind ja manche
Projekte noch nicht beendet. Also so. Aber auch das lassen wir einfach mal so stehen.
Es ist noch, ich denke, viel zu tun. Es ist noch viel zu tun.
Ganz genau. Ja, wahnsinnig viel drin und es ergeben sich bei mir im Kopf zumindest
immer wieder oder noch neue Fragen, aber ich glaube, das würde wirklich den
Rahmen sprengen. Es wird einfach,
also ich könnte noch eine Stunde weiter mit dir quatschen, aber...
Nee, aber die Leute sollen es ja auch noch hören können.
Ja, genau, deshalb.
So geht es mir nämlich auch. Also eigentlich hast du da so viele Fragen,
dann wieder das und dann wieder das und dann wieder da. Aber dann führt es auch zu weit.
Wir werden nur genug Gesprächsstoff für die nächste Folge haben.
Das werden wir definitiv. Denn wir haben ja schon wieder andere Projekte in der Pipeline.
Ja, aber wir machen jetzt nicht sofort live einen Termin aus.
Nein, machen wir nicht. Genau, aber dazu dann das nächste Mal mehr.
Also, vielen Dank für deine Zeit und vor allem auch für dein Engagement für die Großgemeinde.
Nicht nur für den Standort Boxberg, sondern auch für alle Ortsteile,
auch wenn das oftmals nicht so wahrgenommen wird.
Und ja, viel Kraft für die ganzen Aufgaben, die du dir noch so genommen hast.
Und natürlich ein bisschen mehr Zeit vielleicht auch für die Familie.
Das sollte die Hauptkraft trotzdem sein.
Genau, und dass da ein schönes Weihnachtsgeschenk abgesehen von den Gemeindeaufgaben und Projekten.
Vielen Dank, danke nochmal für die Einladung und freue mich immer wieder. Und ja, schönen Dank.
Gerne. Na denn, bis zum nächsten Mal.
